„Zu schnell, zu schwer, zu oft“

Ernteverkehr in Ahausen sorgt für Diskussion

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Für viele Tonnen auf dem Waffensener Weg sorgen nicht nur landwirtschaftliche Fahrzeuge. 

Ahausen - Von Bettina Diercks. Ein Dorn im Auge scheint Ahauser Bürgern der Ernteverkehr im Dorf zu sein. Zumindest wurde Bürgermeister Claus Kock (CDU) mit Beschwerden konfrontiert, die diesen Schluss zulassen. Den Anfang nahm laut Kock eine „Information“ um den 12. Oktober herum, dass ein „Landwirt oder Lohnunternehmer mit vollen Silagewagen den Waffensener Weg mit hoher Frequenz befahren hat“.

Kock, der bestens mit der andauernden Diskussion über die schlechten Straßenverhältnisse dieser Route vertraut ist: „Dieses häufige Fahren mit schwerem Gerät war natürlich dem Weg auch sehr abkömmlich. Wir überlegen, eine Anzeige gegen Unbekannt zu stellen.“

Dass bei der landwirtschaftlichen Erntefahrt wenigstens die Brücke über die Aue, eventuell auch die über die Wümme gequert wurde, kritisiert der Bürgermeister ebenfalls, da sie für maximal zwölf Tonnen zugelassen sind. Die Gemeinde hofft auf couragierte Mitbürger, die Kennzeichen oder Fotos zu Beweislage liefern können.

Der aufmerksame Blick beim Befahren des Waffensener Wegs gibt aber lediglich eine Tonnenbegrenzung für die Wümmebrücke her. „12 t ab Wümmebrücke“ heißt es beim Abbiegen aus der Mühlenstraße Richtung Waffensen. Aus der Gegenrichtung kommend, ist die sogenannten „Frickenbrück’“ mit zwölf Tonnen gekennzeichnet. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse recherchierte die Gemeinde, wie es sich mit dem vorderen Bauwerk verhält. Ergebnis: „Über die Tragfähigkeit der Damstegbrücke ist in der Gemeinde nichts bekannt. Obwohl 1986 erbaut. Bei den Prüfungen stand immer nur ,Tragfähigkeit ermitteln.‘“ Kock, der auch schon das Gespräch mit der Polizei gesucht hat: „Ich schreibe die Lohnunternehmer an, weise auf die Gewichtsbeschränkung hin und drohe mit Anzeige, wenn wir einen erwischen. Fakt ist: Zwölf Tonnen sind zwölf Tonnen. Und wenn 40 Tonnen schwere Fahrzeuge drüberfahren, geht die Brücke kaputt. Und wer zahlt? Die Gemeinde!“

Ebenfalls kürzlich an die Gemeinde wurde die Wahrnehmung herangetragen, dass der Ernteverkehr auf der Bockeler Straße zu schnell, zu schwer und zu oft sei. Kock: „Begegnen sich zwei Riesengeschosse, wird schnell auf den Fußweg ausgewichen.“ Dadurch wird er laut Gemeinde kaputt gefahren und unter Umständen werden Passanten gefährdet. Kock: „Wir müssen überlegen, wie wir damit umgehen.“

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