Schiller motiviert den Nachwuchs 

Jugendfeuerwehrwart bildet seit 25 Jahren die Brandschützer von morgen aus

Seit 25 Jahren ist Jens Schiller Gemeindejugendfeuerwehrwart der Samtgemeinde Sottrum. Foto: Holsten-Körner
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Seit 25 Jahren ist Jens Schiller Gemeindejugendfeuerwehrwart der Samtgemeinde Sottrum.

Sottrum – Ohne die Freiwilligen Feuerwehren wären die Aufgaben „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ nicht zu bewältigen. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet ist, wird seit Jahrzehnten der Grundstein in den Jugendwehren gelegt. Was bei den ausgebildeten Feuerwehrleuten in der Samtgemeinde Sottrum Gemeindebrandmeister Björn Becker ist, ist für die Nachwuchsbrandschützer Gemeindejugendfeuerwehrwart Jens Schiller. Zu seinen Aufgaben zählen die Koordination der überörtlichen Veranstaltungen, darunter die Samtgemeindewettkämpfe und die Nacht-Orientierungsmärsche, ebenso wie der Schriftverkehr mit der Verwaltung im Rathaus, die Vertretung auf Kreisebene und vieles mehr. Und das macht er inzwischen seit einem Vierteljahrhundert.

„Mir macht die Arbeit mit den Jugendlichen sehr viel Spaß“, betont Jens Schiller. Im Alter von 14 Jahren wurde der heute 50-Jährige durch einen Schulkameraden mit der Feuerwehrleidenschaft angesteckt. Zu der Zeit spielte er noch Handball und machte Leichtathletik. Während diese Aktivitäten im Laufe der Zeit einschliefen, blieb Schiller der Feuerwehr treu. Nach dem Grundlehrgang im Jahr 1987 trat er in die aktive Wehr in Sottrum ein, wo er 1989 den Posten des stellvertretenden Jugendwartes übernahm. 1990 kamen die Ämter des stellvertretenden Gemeindejugendfeuerwehrwartes und des Pressewartes dazu. „Die Texte habe ich damals bei meiner Mutter auf der Schreibmaschine geschrieben“, erinnert er sich. Nebenbei baute der Groß- und Außenhandelskaufmann die Internetpräsenz der Jugendwehr auf. 1993 folgte die Beförderung zum Jugendwart. Dieses Amt übte er aus, bis er 1995 zum Gemeindejugendfeuerwehrwart ernannt wurde.

Für seine engagierte Tätigkeit ist der Hauptlöschmeister mit zahlreichen Ehrungen wie der Floriansmedaille und der Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Rotenburg bedacht worden. Auch nach der langen Zeit hat Jens Schiller nicht die Begeisterung für die Feuerwehr und die Arbeit mit den Jugendlichen verloren. „Mir ist wichtig, Werte wie Helfen und soziales Engagement zu vermitteln, von denen die Allgemeinheit profitiert“, begründet der gebürtige Hildesheimer seinen Antrieb. Das fange schon bei den Jüngsten an. Als einen großen Erfolg in seiner Amtszeit verbucht er die Gründung der gemeinsamen Kinderfeuerwehr von Sottrum, Hassendorf und Stuckenborstel, die 2016 aus der Taufe gehoben wurde. Hier dürfen bereits Mädchen und Jungen ab sechs Jahren mitmachen. „So können wir die Kinder für die Feuerwehr begeistern, bevor sie nur noch Fußball & Co. spielen“, hebt Schiller hervor. Mit zehn Jahren erfolgt dann der Wechsel in die Jugendfeuerwehr.

In den sechs Jugendwehren der Samtgemeinde Sottrum sind derzeit 82 Nachwuchsbrandschützer aktiv. „Durch das Engagement unserer Jugendwarte konnte der Trend zu sinkenden Mitgliederzahlen umgedreht werden“, freut sich der Gemeindejugendfeuerwehrwart, der viel Zeit und Herzblut in die Aufgabe investiert. Daher liegt es ihm sehr am Herzen, dass ein späterer Nachfolger sich genauso dafür engagiert. „Derzeit ist aber nicht absehbar, dass jemand in den Startlöchern steht“, sagt Jens Schiller. Solange der Draht zu den Kindern und Jugendlichen besteht, wolle er die Aufgaben gerne weiter ausfüllen.

Übrigens: Eins hat sich in den weit über drei Jahrzehnten, seit Jens Schiller in der Feuerwehr aktiv ist, nie geändert: „Der Löschangriff läuft immer noch genauso ab“, sagt er.

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