Schüler der Robbenklasse der Grundschule am Eichkamp trainieren im Sportunterricht für Bambini-Lauf

Grundschüler trainieren eifrig für Sottrumer Abendlauf

Es heißt, die Sandsäckchen einzusammeln.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Neben Mathe und Deutsch geht es jetzt vor allem im Sportunterricht für die Robbenklasse so richtig zur Sache – denn der Sottrumer Abendlauf macht auch vor den Jungen und Mädchen nicht Halt. Mit jeder Menge Spiel und Spaß „trainieren“ sie für den Bambini-Lauf am 13. Mai. Die Teilnahme am Wettbewerb selbst ist dann aber freiwillig.

In der Turnhalle der Grundschule am Eichkamp geht es zum Start erst einmal ans Aufwärmen. Fünf Runden heißt es durch die Halle zu drehen. Ein kleines Wettrennen zwischen den Jungs darf da natürlich auch nicht fehlen. Das rächt sich aber schon ein paar Minuten später – sie sind ein wenig außer Atem.

Also haben erst einmal die Mädchen Gelegenheit, zu erzählen, was ihnen beim Aufwärmen aufgefallen ist. „Ich bin schneller geworden.“ „Mir ist warm geworden.“ Ein Junge gibt zu, dass er das Pochen seines Herzens gespürt hat. „Okay, ich möchte, dass ihr so lauft, dass euch zwar warm wird, aber das nicht euer Herz ganz doll pocht“, greift Klassenlehrerin Jessica Klasen ein.

Auch außerhalb des Sportunterrichts macht die Robbenklasse weiter Fortschritte. „Momentan üben wir die Vogelhochzeit ein“, erzählt Klasen. Dabei handelt es sich um ein längerfristiges Projekt. Auch Kostümebasteln gehört da mit dazu. Mittlerweile sitzen die Schüler an Gruppentischen zusammen, mit vier bis sechs Kindern.

Leistungsunterschied wird deutlicher

Auch die Flüchtlingskinder sind im Klassenverbund angekommen und machen Fortschritte. „Sie bringen sich ein und schreiben motorisch schon gut“, erzählt die Klassenlehrerin. Die meisten Buchstaben kennt die Robbenklasse mittlerweile – nur die Sonderformen fehlen noch. Jetzt fangen die Schüler so langsam an, einzelne Sätze zu Bildern zu bilden – kleine Bildgeschichten quasi. Dabei ist auch bereits ein Leistungsunterschied bei den Schülern zu bemerken, gibt Klasen zu. Noch deutlicher wird das allerdings beim Lesen und Erzählen.

Auch im Sportunterricht gibt es stärkere und schwächere Schüler – das ist ganz normal. Für den Sottrumer Abendlauf wären aber alle Kinder der Robbenklasse schon gerüstet. Bei einer Art Staffellauf trainieren die Jungen und Mädchen ihre Sprintkraft und die Ausdauer.

Beim Staffellauf kommt es auch auf die Schnelligkeit an. Da stehen die Schüler schon in den Startlöchern. - Fotos: Tisemann

Da geht es zwischzeitlich ganz schön wuselig zu. Bei jedem Pfiff, der aus Jessica Klasens Pfeife ertönt, gilt es, einen anderen Gegenstand aus den in der gesamten Turnhalle verteilten Hula-Hoop-Reifen zu fischen – Tennisbälle, Sandsäckchen, Pucks oder Federbälle – alles muss eingesammelt werden. Aber schön der Reihe nach und immer nur ein Gegenstand. Erst wenn der Teamkollege wieder zurück ist, darf das nächste Kind los – da passt die Lehrerin genau auf.

Die Mannschaft, die am Ende die meisten Dinge zusammen gesucht hat, gewinnt. Und da liegt ein Team mit 48 Teilen am Schluss weit vorne. „Wir machen im Sportunterricht oft einen Staffellauf, da sind die Schüler noch einmal extra motiviert, weil ein Sieg ein Erfolg für die ganze Gruppe ist“, so die Klassenlehrerin.

Bis zum Sottrumer Abendlauf am 13. Mai ist noch ein bisschen Zeit. Jessica Klasen will als nächstes mit ihren Schülern einmal die Strecke von einem Kilometer, die beim Bambini-Lauf auf die Kinder wartet, auf Zeit laufen. „Dann können wir mal schauen, wie lange sie dafür brauchen.“

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