„Am Sandgraben“ wird teurer

Erschließung des Hellweger Baugebiets kostet jetzt 700.000 Euro

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Auf diesem Spargelfeld bei Hellwege entsteht das neue Hellweger Baugebiet. 

Hellwege - Von Henning Leeske. Der Gemeinderat Hellwege hat einstimmig eine Verpflichtungsermächtigung im Nachtragshaushalt 2017 in der Höhe von 480.000 Euro beschlossen. Dies wurde notwendig, weil die Kosten der Erschließung des neuen Wohngebiets „Am Sandgraben“ auf 700.000 Euro angestiegen waren.

Ursprünglich waren in den Haushalten 2017 und 2018 zusammen 400.000 Euro für die Erschließung vorgesehen. Nun kamen aber einige unvorhersehbare Baumaßnahmen hinzu, die zur immensen Kostensteigerung führten.

Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) und sein Stellvertreter Peter Strohschän (SPD) informierten über die einzelnen Kostentreiber. „Das Grundwasser ist bereits 80 Zentimeter unter der Oberfläche und für eine Muldenversickerung ist ein Mindestabstand von 100 Zentimetern notwendig, so Strohschän. 

Deswegen werde die neue Straße um 30 Zentimeter aufgeschüttet, damit der Abstand erreicht werde. So könne die kostengünstige Muldenversickerung vor Ort verwendet werden. „Die sehr kostenintensive Kanalentwässerung der Straße wird somit nicht notwendig“, sagte Harling.

54.000 Euro mehr für Erdbauarbeiten

Ein weiteres Problem wurde mit den entsorgungspflichtigen Kohlenwasserstoffen ausgemacht, die in diesem Areal entdeckt worden sind. Die zusätzlichen Kosten für die Altlastenentsorgung betragen 20.000 Euro. Die Erdbauarbeiten stellen die größte Steigerung um 54.000 Euro dar. Dazu kommen noch 20.000 Euro Kosten für die Straßenbeleuchtung bis zum Bremer Damm. „Die neuen Anwohner sollen ja nicht durch ein dunkles Loch bis zum Bremer Damm laufen“, so Harling.

Laut Harling werden die nun nur noch eingeschränkten Kanalbaumaßnahmen nicht von den Anliegern getragen werden müssen. So schätzte er einen Anliegeranteil von 80 bis 85 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Insgesamt gäbe es 18.000 Quadratmeter in 22 Grundstücken, wofür es bereits 30 Interessenten geben soll. Daher zeigte Harling sich zuversichtlich, dass die Baugrundstücke trotz der Kostensteigerung für die Anlieger genügend Abnehmer finden würden.

Bau startet am 9. April mit Zuwegung

Den Baubeginn für den ersten Bauabschnitt datierte der Bürgermeister mit dem 9. April 2018. Dann wird eine erste Schotterstraße erstellt, um die Baugrundstücke erreichbar zu machen. Der Abschluss der Straßenbauarbeiten wurde mit Herbst 2019 avisiert, denn die Asphaltdecke soll erst dann erstellt werden nachdem die schweren Baugeräte für den Wohnbau das Gebiet wieder verlassen haben.

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