Rat entscheidet sich bei der Erschließung des Baugebiets für die günstigste Variante

„Am Sandgraben“ macht den nächsten Schritt

Jetzt wächst an der Straße Am Sandgraben in Hellwege noch der Spargel. Im kommenden Jahr sollen hier Häuser entstehen. - Foto: mro

Hellwege - Noch stehen keine Häuser, nur Spargel. Doch wenn dieser im nächsten Frühjahr abgeerntet ist, sollen dort, am Ortsrand Hellweges in Richtung Posthausen, irgendwann mal 23 Wohnhäuser stehen. „Am Sandgraben“ heißt dieses zukünftige Baugebiet – benannt nach dem Feldweg, der zur Zufahrtsstraße werden soll. Wie das Baugebiet insgesamt erschlossen werden soll, darüber hat der Gemeinderat nun entschieden.

Die Erschließung soll in zwei Abschnitten erfolgen, wie Planer Jens Wiesemann vom beauftragten Büro Sweco zu Beginn der Sitzung erklärte. Zuerst ist der nördliche Bereich dran, der die ersten fünf Grundstücke – und damit die Verbreiterung der Straße Am Sandgraben sowie den ersten Teil der davon abknickenden Straße durch das zukünftige Wohngebiet. Der zweite Abschnitt, der die Fortführung dieser Straße, einen Wendekreis und zwei Stichwege beinhaltet, soll dann nach der Spargelernte folgen.

Die Straße Am Sandgraben, zurzeit noch ein sehr beansprucht aussehender schmaler Asphaltweg, soll im Zuge der Erschließung verbreitert werden. Und das auf 4,5 Meter, lediglich im Bereich einer Baumreihe soll die Straße etwas schmaler werden, 3,5 Meter nämlich, um den gegenüberliegenden Baum nicht fällen zu müssen. Außerdem versprechen sich mache Ratsmitglieder dadurch eine verkehrsberuhigende Wirkung.

Bei der eigentlichen Straße durch das Baugebiet konnte Wiesemann den Politikern drei Varianten vorschlagen. Sie entschieden sich am Ende für die sogenannte Variante eins, die beidseitig Mulden für den Wasserablauf, keine Stellplätze auf der Straße und gepflasterte Zufahrten zu den Grundstücken vorsieht. Es ist mit schätzungsweise 580 000 Euro der günstigste Vorschlag, was auch ausschlaggebend für die Ratsmitglieder war. So bemerkte beispielsweise Heiner Lange (CDU), dass ein Grundstück somit günstiger und attraktiver werde.

Zwei weitere Optionen

Die Variante null wäre die teuereste gewesen. Für 642 000 Euro wären an der Straße allerdings Autostellplätze entstanden, die Mulden wären dafür aber lediglich auf einer Seite gewesen. Das Hauptproblem für die Politiker: Die Trasse auf der anderen Seite wäre bis an die Grundstücksgrenze gegangen. Zu unpraktisch für den Gemeinderat, der ein Überwachsen von Büschen oder Sträuchern auf die Straße befürchtete. Auch sei die Angrenzung der Straße direkt an die Grundstücke eine Gefahr für spielende Kinder.

Die dritte Idee, Variante zwei, wäre sozusagen eine Kombination aus den beiden ersten Versionen gewesen. Ein schmaler Grünstreifen hätte die Grundstücke von der Straße getrennt, die Wasserabzugsmulde wäre sozusagen teilweise in die Parkflächen mit sogenannten Rasengittern integriert worden. Der Preis für diese Variante hätte bei 618 000 Euro gelegen.

Nun sollen die notwendigen Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden.

Von Matthias Röhrs

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