Leistungspflügen

Bötersener verpasst knapp die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019

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Florian Sander verpasste nur knapp seine zweite Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Leistungspflügen 2019. Bei der Deutschen Meisterschaft erreichte er Rang drei.

Nienburg/Bötersen - Von Bernd Andermann. Mit einem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Leistungspflügen hat der Bötersener Florian Sander die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 in den Vereinigen Staaten knapp verpasst.

Der 27-Jährige ist am Sonntag als Titelverteidiger beim Bundeswettbewerb in Steimbke bei Nienburg in der Disziplin Beetpflügen gestartet, musste sich dabei allerdings Carsten Berl aus Baden-Württemberg auf Platz eins und Luca Deisting aus Rheinland-Pfalz auf Platz zwei geschlagen geben. Lediglich die beiden Erstplatzierten haben sich für die WM qualifiziert.

Der Bötersener zeigte sich trotzdem nicht enttäuscht. „Ich freue mich über den guten Erfolg, den ich heute erzielt habe“, sagte er nach dem Wettbewerb im Gespräch mit der Kreiszeitung. An einer WM kann er dennoch teilnehmen. Als Sieger der Bundesentscheide im Leistungspflügen, die 2016 in Schleswig-Holstein durchgeführt wurden, hatte sich der Bötersener für die 65. Weltmeisterschaft am 1. und 2. September in Kirchentellinsfurt (Baden-Württemberg) qualifiziert.

Ackerflächen eine echte Herausforderung

Helmut Wolf (v.l), Vorsitzender des Deutschen Pflügerrates zeichnete Florian Sander im Beisein von Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Jan Hägerling von der Landjugend aus.

Als Titelverteidiger war Sander am Sonntag mit einem zwei Schar Beetpflug, einem Fendt Traktor 210 mit 100 PS und einem Pflug des Herstellers Kverneland an den Start gegangen. „Aufgrund der Witterungsverhältnisse durch heftigen Regen waren die Ackerflächen für uns Pflüger eine echte Herausforderung“, so Sander. Beim Probepflügen am Vortag waren die Bedingungen noch zufriedenstellend, aber durch weitere Regenfälle hatte der sandige Boden sehr gelitten, bewertete er die Voraussetzungen.

Zu den Aufgaben bei den Bundesentscheiden gehörte neben einem schriftlichen Test, eine 100 Meter lange und 20 Meter breite Ackerfläche zu pflügen, wobei die fachkundige Jury besonders auf gradlinige Furchendämme achteten, bei dem kein Bewuchs sichtbar sein durfte. Für ihn ist das Pflügen ein schönes Hobby, da der Technik keine Grenzen gesetzt sind und durch die Wettkämpfe und dem Deutschen Pflügerrat überregionale Freundschaften entstehen, erklärte Sander.

Otte-Kinast ehrt die Sieger

Die abschließende Siegerehrung nahm die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zusammen mit Helmut Wolf, den Vorsitzenden des Deutschen Pflügerrates und dem ersten Vorsitzenden der Landjugend-Landesgemeinschaft, Jan Hägerling, vor. Otte-Kinast betonte auf der Siegerehrung: „Wer sich mit dem Boden und der Technik des Pfluges auskennt und die bestmögliche Abstimmung erreicht, der schafft optimale Bedingungen für die Saat und die Ernte.“

In der Disziplin Drehpflügen, die ebenfalls in Nienburg ausgetragen wurde, gewannen Matthias Stengelein und Stefan Oechsel, beide aus Baden-Württemberg, und Andi Meyer aus Burgdorf bei Hannover lag auf Rang drei.

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