Der Sand muss raus

Seit Jahren steht das Ausbaggern des Mühlenteichs in Stuckenborstel auf der Liste

+
Der Sand aus dem Mühlenteich in Stuckenborstel soll in diesem Jahr entfernt werden. 

Stuckenborstel - Von Farina Witte. Ein dicker Ordner mit Unterlagen hat sich auf dem Schreibtisch des Gemeindedirektors Holger Bahrenburg zum Thema Mühlenteich angesammelt. Seit 2013 schon beschäftigen sich die Verwaltung und die Politik mit der Ausbaggerung des Mühlenteichs in Stuckenborstel. Immer wieder wurde das Vorhaben verschoben, nun aber sind 60 000 Euro im Haushalt dafür eingeplant.

Dabei hatte die FDP-Fraktion bei der vergangenen Ratssitzung einen Antrag gestellt, die Ausbaggerung um ein weiteres Jahr zu schieben. „Der Grund für die Versandung muss erst beseitigt werden, sonst müssen wir in einigen Jahren wieder ausbaggern“, monierte Andreas Zack (FDP). Eine Technik, bei der das Wasser aus dem Wehr unterflurig abläuft, könne verhindern, dass sich Sand ansammelt. Lühr Klee (Die Grüne) entgegnet dazu: „Kann man nicht beides in diesem Jahr umzusetzen?“ Der Gemeindedirektor erklärte, dass die Technik das Versanden nicht zuverlässig verhindere. Das hätten Gespräche mit Fachleuten ergeben. „Man wird es nie ganz ausschließen können“, sagte er. Gerd Helms (SDP) plädierte dafür, den Mühlenteich wie geplant in diesem Jahr auszubaggern. „Wenn wir es dieses Jahr nicht machen, brauchen wir es gar nicht mehr zu machen.“ Die Ratsmitglieder entschieden sich bei zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen schließlich dazu, die Summe weiterhin im Haushalt einzustellen.

Ende der 90er wurde zuletzt der Sand aus dem Mühlenteich geholt, berichtet Bahrenburg. Seitdem hat sich wieder einiges angesammelt. „2013 hat der Förderkreis der Wassermühle darauf hingewiesen, dass da was gemacht werden muss“, erinnert sich der Gemeindedirektor. Es habe dann auch einen Termin mit dem Landkreis gegeben. Dort besprachen die Verantwortlichen das Vorgehen. Bahrenburg: „Es wurde dann auch eine Ausschreibung durchgeführt.“ Allerdings lagen die Kosten über der Summe, die im Haushalt dafür vorgesehen war. In der Folge wurde das Projekt von Jahr zu Jahr verschoben.

Der Gemeindedirektor hat sich nun nach einer anderen Methode umgesehen, um das aufwendige und teure Verfahren des Ausbaggerns zu vermeiden. Bahrenburg hat ein anderes Verfahren im Blick, das auch ausgeschrieben werden soll. Dabei wird der Sand abgesaugt, das Material wird aufgefangen und blutet aus. Dies könne von der anderen Seite des Teichs aus gemacht werden, sodass das Naturschutzgebiet nicht befahren werden muss.

Wenn der Sand dann aus dem Teich geholt worden ist, muss er auch entsorgt werden. Um zu klären, ob der Schlamm auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden kann, wurden in der vergangenen Woche bereits Bodenproben gezogen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

Maisfeldfete ein großer Erolg

Maisfeldfete ein großer Erolg

Senior tötet Wespen mit Gasbrenner

Senior tötet Wespen mit Gasbrenner

Rotenburger Gymnasien sprechen sich gegen Oberstufenplan für die IGS aus

Rotenburger Gymnasien sprechen sich gegen Oberstufenplan für die IGS aus

Kommentare