1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Sottrum

Samtgemeinderat Sottrum gibt Investitionen in Höhe von 15,4 Millionen Euro frei

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Baucke

Kommentare

Der Neubau am Sottrumer Gymnasium
Einige Millionen Euro fließen in die Sottrumer Schulen, unter anderem in den Anbau des Gymnasiums. © Baucke

Einen, laut Wolfgang Harling ungewöhnlichen, Haushalt brachte der Samtgemeinderat Sottrum jetzt in trockene Tücher. Denn das Ungewöhnliche ist: Die Bruttoinvestitionen in Höhe von 15,4 Millionen Euro liegen höher als das Gesamtvolumen des Zahlenwerks.

Sottrum – „Es ist keine Zeit für persönliche Reibereien“: Mit dieser Bemerkung schloss Holger Bahrenburg seine erste Haushaltsrede als Bürgermeister der Samtgemeinde Sottrum. Der Appell zeigte Wirkung: Einstimmig verabschiedete der Rat das Zahlenwerk mit einem Volumen von knapp 13,5 Millionen Euro, bei dem es sich allerdings laut Wolfgang Harling (SPD), Sprecher der SPD-Grüne-Linke-Gruppe im Samtgemeinderat, um einen „ungewöhnlichen“ Haushalt handele: „Die Bruttoinvestitionen in Höhe von 15,4 Millionen Euro sind höher, als das Gesamtvolumen“, so der Vorsitzende des Finanzausschusses.

„Die Samtgemeinde befindet sich in einem Änderungsprozess – und der diesjährige Haushalt macht das deutlich“, führte Bahrenburg aus. Vor allem vier Handlungsbereiche stellte der Verwaltungschef heraus: das Rathaus mit den geplanten Erweiterungen, die Schulen, die Feuerwehr und der Bereich Klima.

Die Samtgemeinde befindet sich in einem Änderungsprozess – und der diesjährige Haushalt macht das deutlich.

Holger Bahrenburg

„Es muss sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter der Verwaltung angemessene Arbeitsplätze haben“, machte Bahrenburg deutlich. Dem pflichtete Harling bei: Wir wissen schon lange, unter welchen beengten Verhältnissen die Mitarbeiter dort arbeiten müssen.“ Er sei überzeugt, mit dem Um- und Anbau die Voraussetzung für eine moderne, bürgerfreundliche Verwaltung in einem vernünftigen Arbeitsumfeld zu schaffen. „Das sind wir den Mitarbeitern einfach schuldig“, so Harling. „Ab und zu kommt aus der Bevölkerung die Frage, ob das sein muss“, so Hans-Jürgen Krahn (CDU), Sprecher der Gruppe CDU-FDP-WFB. „Wir sagen: Ja, das muss sein!“ In dem Zusammenhang stehe man auch zu dem Abriss des Gebäudes in der Kirchstraße: „Es wäre schön, wenn das noch in diesem Jahr passieren würde. Ich werde es jedenfalls nicht verhindern.“

Der Löwenanteil der Investitionen fließt allerdings in den Schulbereich, allein 1,2 Millionen Euro beträgt der Samtgemeindebeitrag zu den Luftfilteranlagen. „Die Gesundheit der Kinder steht für uns im Vordergrund“, so Bahrenburg. Darüber hinaus sind da die Investitionen der Samtgemeinde in die technische Ausstattung der Schulen, die an die Mittel aus dem Digitalpakt gekoppelt sind. „Ich hoffe, dass auch weiterhin hier Mittel fließen – damit wir den Standard auch erhalten können.“ Auf der anderen Seite freue er sich über die Gelder für die Außengestaltung des Pausenhofes am Gymnasium, die der Landkreis bereitgestellt hatte. „Mit diesen Investitionen machen wir unsere Schulen fit für die Zukunft“, zeigte sich Harling überzeugt.

Eigenständigkeit bewahren

„Bei allen Investitionen wollen wir sicherstellen, dass die Mitgliedsgemeinden ihre Eigenständigkeit bewahren“, betonte Bahrenburg. Grundsätzlich lobten Krahn wie Harling die Arbeit der Verwaltung. „Wir können in diesem Monat nicht nur den Samtgemeindehaushalt beschließen, sondern wir sind auch in den Mitgliedsgemeinden schon so weit“, sagte Harling. „Da hatten wir schon ganz andere Zeiten.“ Krahn machte zudem deutlich: „Sicherlich können wir nicht allem gerecht werden, aber ich glaube, wir haben versucht, das beste für uns alle zu finden. Das ist durchaus ein schwieriger Weg.“

Nach der Abstimmung wandte sich der Ratsvorsitzende Achim Figgen (CDU) noch einmal an die Verwaltungsvertreter um Holger Bahrenburg und Kämmerer Karl-Heinz Bacher: „Jetzt dürft ihr Geld ausgeben.“

Auch interessant

Kommentare