Zwei Stars und 1 700 Kilometer

Samtgemeinde Sottrum schließt zweite Stadtradeln-Aktion erfolgreich ab

Kerstin Wendt (l.), Herbert Cordes (2.v.l.) und Michael Itzen sowie Kristin Taberski vor dem Sottrumer Rathaus.
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Als Dank für ihre Teilnahme erhalten die beiden Stadtradelstars Herbert Cordes (2.v.l.) und Michael Itzen von Kerstin Wendt (l.) und Kristin Taberski Satteltaschen im Stadtradel-Design.

Die Samtgemeinde Sottrum zieht nach der zweiten Stadtradeln-Aktion Bilanz - und Klimaschutzmanagerin Kristin Taberski und die Erste Gemeinderätin Kerstin Wendt belohnen Herbert Cordes und Michael Itzen für ihr Engagement als Stadtradelstars.

Sottrum – Raus aus dem Auto, rauf auf das Fahrrad: Bereits zum zweiten Mal hat sich die Samtgemeinde Sottrum an der Aktion Stadtradeln beteiligt und die Bürger aufgerufen, zwischen dem 20. Juni und dem 10. Juli möglichst viele Kilometer mit dem Drahtesel zurückzulegen. Mit Erfolg, denn bei der geradelten Gesamtdistanz aller Teilnehmer legte die Kommune im Vergleich zu 2020 noch einmal ordentlich zu.

Als Ziel hatte sich Kirstin Taberski, Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde, 90 000 Kilometer gesteckt, rund 5 600 mehr als im Vorjahr – am Ende waren es 96 718 Kilometer, die die 469 Teilnehmer zusammenbekommen haben. Und auch hat die Samtgemeinde zugelegt: Auch wenn von den 505 registrierten Fahrern lediglich 469 unterwegs waren, sind es 20 mehr als im Vorjahr.

„Rein muskulär“ liefert höchste Pro-Kopf-Leistung mit 711 Kilometern

Und dann konnte die Kommune in diesem Jahr mit zwei Stadtradelstars aufwarten, im vergangenen Jahr war Kreiszeitungsautor Matthias Daus der einzige gewesen, der seinen Autoschlüssel für die Dauer der drei Wochen ad acta gelegt hatte. Für dieses Jahr verzichteten Michael Itzen und Herbert Cordes für diese Zeit vollständig auf das Auto. „Ein Problem war das nicht, ich fahre seit fünf Jahren sowieso fast nur noch Fahrrad – auch zur Arbeit“, sagt Cordes mit einem Schmunzeln. Er hat in der Stadtradel-Zeit etwa 700 Kilometer unter anderem auf dem Arbeitsweg zurückgelegt, und ist zudem Mitglied der Gruppe „Rein muskulär“, die mit durchschnittlich 711 Kilometer die höchste Pro-Kopf-Leistung hinlegte. Bei Itzen waren es sogar etwas mehr als 1 000  Kilometer. Aber auch für ihn war es keine große Umstellung: „Ich bin Pensionär, viele Kilometer sind bei mir über Radtouren zusammengekommen. Und darüber hinaus gab es nur wenige Situationen, wo ich normalweise auf das Auto zurückgegriffen hätte.“ Er hofft auf weitere Synergieeffekte der Stadtradeln-Aktionen – wie zum Beispiel mit dem Metronom: „Es wäre klasse, wenn man in der Zeit als Stadtradel-Teilnehmer mit seinem Rad den Zug kostenlos nutzen könnte“, schlug er vor.

Es hat sich gelohnt. Jede Person, die aufs Rad umsteigt, ist ein Gewinn.

Kirstin Taberski

Taberski ist mit dem Verlauf der Aktion zufrieden: „Es hat sich gelohnt. Jede Person, die aufs Rad umsteigt, ist ein Gewinn.“ Was sie besonders freut: In dem Teilnehmerpool waren auch vier Schulen, die Grundschulen in Ahausen, Bötersen und Horstedt sowie die OBS in Sottrum, darüber hinaus nahmen auch Kitas mit ihren Mitarbeitern teil. Überhaupt bildeten die Gruppen alle Bereiche der Gesellschaft ab, „denn auch Seniorenteams, das Junge Orchester Auenland, Mitarbeiter der Verwaltung, Schülergruppen, Sportvereine und mehr waren am Start“, so Taberski. Als zahlen- und kilometermäßig stärkste Gruppe präsentierte sich die Grundschule Ahausen mit 103 Radelnden und insgesamt 14 598 Kilometern. Auch 18 der insgesamt 88 Parlamentarier waren mit am Start.

Wiederholung 2022

Die Aktion machte allerdings auch wieder deutlich, in welchen Bereichen es verkehrstechnisch klemmt. Dabei erwies sich nicht nur der Radweg nach Bremen entlang der B75 als Herausforderung, sondern auch der Kernort als Ganzes. „Radfahrer kommen hier nicht vor“, kritisiert Cordes. Nachholbedarf in Sachen Fahrradfreundlichkeit sieht auch die Erste Samtgemeinderätin Kerstin Wendt: „Es laufen Mobilitätskonzepte an, aber am Ende ist das eine Frage der finanziellen Ressourcen.“

Taberski ist vom Konzept Stadtradeln überzeugt. 2022 will die Samtgemeinde wieder mit dabei sein.

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