Im Trockenen

Samtgemeinde öffnet ab Samstag die Wartehalle am Sottrumer Bahnhof

Eckhard Behrens (l.) und Holger Bahrenburg vor der Wartehalle am Bahnhof Sottrum.
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Eckhard Behrens (l.) und Holger Bahrenburg freuen sich, dass die Wartehalle am Bahnhof Sottrum wieder nutzbar ist.

Die Pendler können pünktlich mit Beginn der Herbstsaison wieder im Warmen und Trockenen auf den Zug am Bahnhof Sottrum warten: Denn nach langen Diskussionen mit der Deutschen Bahn, die die Räume nun an die Samtgemeinde vermietet hat, kann die Kommune die Wartehalle wieder öffnen.

Sottrum – Drei Jahre lang war es vor allem im Herbst und Winter für Pendler ungemütlich am Sottrumer Bahnhof, denn obwohl direkt am Bahnsteig das Betriebsgebäude einen Warteraum bietet, waren die Türen verschlossen. Ab Samstag ist das nicht mehr der Fall: „Jetzt steht der Herbst vor der Tür, und wir können zum Glück die Wartehalle wieder öffnen“, freut sich Eckhard Behrens, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Sottrum.

Schon im Januar hatte die Samtgemeinde die Schlüsselgewalt über die Wartehalle erhalten. „Aber wir konnten sie da noch nicht nutzen, da gab es noch viel mit der Deutschen Bahn zu klären: Unter anderem war die Reinigungsfrage noch nicht klar, auch der Strom war noch nicht abgeklemmt. Und dann gab es noch einige Versicherungsfragen zu klären“, sagt Holger Bahrenburg, Leiter der Schul- und Liegenschaftsverwaltung. „Das musste alles über Hannover laufen, aber wir waren da mit Hochdruck dran – auch wenn sich viele Leute gefragt haben, warum die Halle noch verschlossen ist und wir nicht aus dem Quark kommen.“

Jetzt steht der Herbst vor der Tür, und wir können zum Glück die Wartehalle wieder öffnen.

Eckhard Behrens

Zuvor hatte die Kommune drei Jahre lang mit der Deutschen Bahn (DB) als Eigentümerin des Gebäudes gerungen, denn die hatte damals den Mietvertrag mit der Metronom Eisenbahngesellschaft, die in der Halle ihren Fahrkartenautomat aufgestellt hatte, gekündigt. „Das die Bahn die Wartehalle dicht machen wollte, ist natürlich bei den Pendlern auf Unverständnis gestoßen“, erinnert sich Bahrenburg.

Dann war die Samtgemeinde auf die Bahn zugegangen und ist jetzt Mieter der Halle und hat zudem für den Unterhalt zu sorgen. Das fängt bei den Öffnungszeiten an, morgens ab 5 Uhr werden die Türen aufgeschlossen und um 21 Uhr wieder zu. „Wir können natürlich je nach Bedarf diese Zeiten noch anpassen“, versichert Bahrenburg.

Samtgemeinde plant Renovierung

Noch macht die Wartehalle einen etwas trostlosen Eindruck: Zwei Bänke stehen an den Wänden, die mit Graffiti übersäht sind, leere Glaskästen – vormals für Fahrpläne und Werbeplakate genutzt – hängen leer an den Wänden. Die Samtgemeinde will nun sukzessive den Raum aufarbeiten, die Wände streichen und die Decke abhängen. Denkbar ist auch, den Fahrkartenautomat für den Metronom wieder dort hinein zu versetzen oder auch einen Bildschirm für Informationen aufzuhängen. „Aber das kommt jetzt alles step by step. Wichtig ist, dass die Leute wieder im Trockenen sind“, so Bahrenburg. Einen Zeitplan gebe es noch nicht. Immerhin: Wenn der Wartesaal heute wieder seinen Betrieb aufnimmt, soll das Licht schon wieder funktionieren. „Selbst im unsanierten Zustand: Hier ist es warm“, sagt Behrens und verweist auf die Heizungsrohre in der Decke, die bereits ausreichend Wärme abstrahlen, um den gut isolierten Warteraum zu versorgen.

Auch für die angrenzenden Räume hat die Samtgemeinde Pläne, dort sollen Sanitärräume sowie eine Abstellkammer für Putzmittel entstehen. „Das geht aus der Gemeindekasse, aber immerhin erhalten wir von der DB dafür Zuschüsse“, so Behrens. „Bauen im Bestand ist halt kein Vergnügen – aber wir machen das jetzt.“

Behrens und Bahrenburg weisen beide darauf hin: Auch wenn die Wartehalle Fahrgästen wieder offen steht, gilt im Gebäude Maskenpflicht.

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