Samtgemeinde-Jugendwart zieht Bilanz für 2017

Jens Schiller: Kinderfeuerwehr steht hoch im Kurs

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Jens Schiller ist der Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Sottrum. 

Sottrum - Von Tobias Woelki. Sie boomen geradezu. Das sagt der Jugendfeuerwehrwart in der Samtgemeinde Sottrum, Jens Schiller, über die Nachwuchsabteilungen der Brandschützer. Dadurch ergebe sich großes Potenzial, wie er im Gespräch erklärt. Insgesamt zieht er für das vergangene Jahr eine zufriedenstellende Bilanz.

Wer ist der jüngste Spross der Samtgemeinde-Jugendfeuerwehr? Schillers Antwort: die Kinderfeuerwehr Sottrum-Hassendorf-Stuckenborstel. „Es läuft super. Die Kinderfeuerwehr hat großes Potenzial. Und darauf bin ich stolz“, sagt er. Verantwortlich dafür sei das Team aus Hajo Schloen als Kinderfeuerwehrwart und zahlreichen Betreuerinnen aus Erzieherinnen und engagierten Müttern. Die Kinderfeuerwehr wurde Mitte 2016 gegründet. Maximal 21 Plätze gibt es – jeweils sieben pro teilnehmende Ortsfeuerwehr. „Es boomt. Wir haben so einen Andrang, dass wir eine Warteliste eingerichtet haben“, sagt Schiller zufrieden.

Mitmachen dürfen Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, anschließend wechseln sie in die Jugendfeuerwehren. Das geschah zuletzt drei Mal, sodass drei Kinder wieder nachrücken durften. Schiller weiter: „Eine Kinderfeuerwehr bietet großes Potenzial und motiviert alle Beteiligten. Darin sehe ich langfristig große Entwicklungsmöglichkeiten für die Freiwillige Feuerwehr.“

Erfolgreiche Wettbewerbe

Auch in den Wettbewerben konnte der Feuerwehrnachwuchs zufrieden auf 2017 zurückblicken. Schiller: „In dem Jahr qualifizierte sich die Hassendorfer Jugendfeuerwehr durch vordere Plätze beim Kreiswettbewerb für den Bezirksentscheid in Loxstedt, wo sie im Mittelfeld landeten. Auch in 2018 werden wir wieder an Zeltlagern oder Volleyballturnieren teilnehmen, den engen, jahrelangen Kontakt mit der Jugendfeuerwehr Ottersberg pflegen.“

Abwechselnd in den drei Gerätehäusern der beteiligten Wehren kommen die Kinder zusammen und erleben auf spielerische Art die Feuerwehr. Das Gemeindekommando möchte den Eltern und Kindern eine zusätzliche Alternative zu den Sportvereinen bieten und den Nachwuchs früh für die Feuerwehr gewinnen, damit sie dann in die Jugendfeuerwehr und von dort in die aktive Mannschaft wechseln. Denn Quereinsteiger gebe es nur noch selten, so Schiller, die den Weg in die Ortsfeuerwehr finden. „Die sechs Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde zählen 62 Jugendliche, wobei sich mehr als 18 Betreuer um den Nachwuchs kümmern.“ Dort sinke die Zahl der Mitglieder, zumal pro Jahr etwa zehn Prozent in die Einsatzgruppen wechseln. Für die Zukunft sieht er ein Problem auf die Jugendfeuerwehren zurollen: „Die Ganztagsschule wird uns vor einer großen Herausforderung stellen. Der Stundenplan und das Freizeitverhalten der Jugendlichen ist stark durchgetaktet.“

„Diesen Trend fallender Mitgliederzahlen haben wir stoppen können durch die engagierte Arbeit der Betreuer und eines attraktiven Angebots an Feuerwehrtechnik, Turnieren, Zeltlagern als eine Alternative zu Smartphone und Co.. Aber auch wir Jugendfeuerwehren sind in den Sozialen Medien vertreten. Ohne geht es nicht mehr“, sagt der Jugendfeuerwehrwart.

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