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Rotenburger Kreisschützenverband findet keinen neuen Präsidenten

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Von: Judith Tausendfreund

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Die Delegierten halten Stimmkarten hoch.
Eifrig wurde gewählt, nur einen Präsidenten konnten die Delegierten des Kreisschützenverbandes nicht wählen © Tausendfreund

Der Kreisschützenverband Rotenburg hat keinen Präsidenten mehr. Olaf Rautenberg wurde am Samstag aus seinem Amt verabschiedet, einen Nachfolger haben die Schützen aber nicht finden und wählen können. Jetzt übernehmen die beiden Vizepräsidenten kommissarisch.

Hellwege – Nun steht es fest: Der Kreisschützenverband Rotenburg hat keinen Präsidenten mehr. „Eine solche Situation gab es noch nie“, so Herbert Clemens, erster Vizepräsident, kurz vor dem Wahlgang am Samstagnachmittag in Hellwege. Dabei hatten sowohl Olaf Rautenberg, der das Amt neun Jahre innehatte, als auch die anderen Vorstandsmitglieder viele Vorschläge erarbeitet und eine ganze Reihe von potenziellen Kandidaten angesprochen – doch alle lehnten es ab, als Präsident des Verbandes aktiv zu werden. Herbert Clemens und Hannes Kracke, der zweite Vizepräsident, werden nun, so gut es eben geht, die Aufgaben des eigentlichen Präsidenten übernehmen – zumindest kommissarisch.

Wer nun aber glaubt, dass die Stimmung auf dem 65. Kreisschützentag schlecht gewesen sei, der irrt. 160 Delegierte und Gäste waren gekommen, 160 Menschen zeigten sich vor allem fröhlich. Der Reihe nach präsentierten die Leiter und Leiterinnen der verschiedenen Abteilungen ihre Jahresberichte. Dabei waren durchaus positive Töne zu hören. „Wir sind optimistisch, dass es jetzt wieder losgeht“, so Damenleiterin Regine Otten. Jugendleiterin Angelika Bruns berichtete von der Teilnahme an der Landesmeisterschaft in 2021, die ein Lichtblick gewesen sei.

Monate der Pandemie genutzt

Kreismusikleiterin Nicole Landversicht berichtete von einer Zukunftswerkstatt, die von den Musikern gemeinsam mit einer Trainerin durchgeführt worden sei. „Wir haben ein Zukunftskonzept und ein Probenkonzept erstellt“, führte sie aus – so habe man die schwierigen Monate der Pandemie sinnvoll genutzt. Mit Fördermitteln des Bundesmusikverbandes sei das Ganze zudem kostenfrei für den Kreisschützenverband umgesetzt worden.

Es folgten einige Formalien wie die Präsentation des Kassenberichts und die Entlastung des Vorstandes, dann ergriff Wilfried Ritzke, Präsident des Niedersächsischen Sportschützenverbandes das Wort. „Unsere Mitgliederzahl hat sich in den letzten zwei Jahren zum Negativen verändert“, erklärte er. Besonders der Schüler- und Jugendbereich sei betroffen. Bald habe man für den Sport keinen Nachwuchs mehr. „Für den Leistungssport, das Sportschießen, die Musik, die Bogenleute gilt: Wir müssen etwas tun“, forderte er die Delegierten auf. „Öffnet eure Häuser wieder.“ Mit Blick auf den Abschied des bisherigen Präsidenten betonte Ritzke die gute Zusammenarbeit: „Ich wünsche ihm nun, dass er viel Spaß in seiner ,Schützenrente’ hat.“

Alle anderen Posten einstimmig bestätigt

Ritzke erinnerte daran, dass der Deutsche Schützentag in 2023 im Heidekreis stattfinden wird. Clemens bedankte sich noch einmal bei Rautenberg und überreichte seiner Frau schon einmal den Abschiedsblumenstrauß. Der nun ehemalige Präsident konnte vor Ort nicht verabschiedet werden, da er erkrankt war und somit der Veranstaltung fernbleiben musste. „Eine Ära geht zu Ende, Olaf hat das Amt mit Bravour ausgefüllt“, so Clemens, der ankündigte, dass man den ausgeschiedenen Präsidenten besuchen und offiziell verabschieden werde. Abschließend wurden weitere Posten gewählt. Einstimmig beschlossen die Delegierten jeweils eine Wiederwahl.

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