Stuckenborsteler Feuerwehr gibt Tipps zum Umgang mit dem Feuerlöscher

Das richtige Modell für jeden Ernstfall

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Auch der vierjährige Lasse darf mit Hilfe von Torben Böhrs die Flammen löschen.

Stuckenborstel - Von Antje Holsten-Körner. Ein brennender Adventskranz kann schnell das ganze Haus in Flammen aufgehen lassen. Doch soweit muss es nicht kommen: Rechtzeitig bemerkt und dann auch noch richtig gelöscht, kann das Schlimmste verhindert werden.

Aus diesem Grund wird oft die vorsorgliche Anschaffung eines Feuerlöschers empfohlen. Doch welches Modell ist sinnvoll? Antworten dazu sowie den praktischen Umgang bot jetzt die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel ihren aktiven und fördernden Mitgliedern in einem Kurs an.

Regelmäßige Überprüfung der Technik ist notwendig

Zum Auftakt erklärte Ortsbrandmeister Frank Lehmann die verschiedenen Brandklassen A (feste Stoffe wie der Adventskranz), B (flüssige Stoffe wie Nagellackentferner) und C für gasförmige Stoffe. Für Fettbrände werden Feuerlöscher der Klasse F benötigt. „Dafür werden Wasser-, Schaum- und Pulverlöscher angeboten“, erklärte der Ortsbrandmeister. Zwar haben die mit Pulver gefüllten Behälter eine hohe Effektivität, doch der Aufwand für die anschließende Reinigung der Räume ist nicht zu unterschätzen. Dagegen ist die Einsatzmöglichkeit von Wasser begrenzt.

Stuckenborstels Ortsbrandmeister Frank Lehmann vermittelt Wissen rund um den Feuerlöscher.

Alle Löscher haben gemeinsam, dass mit Druck gearbeitet wird. „Daher ist es wichtig, regelmäßig überprüfen zu lassen, dass die Kartusche nicht versehentlich aktiviert wurde“, erklärte Lehmann. Nicht prüffähig sind allerdings die in der Anschaffung etwas günstigeren Dauerdrucklöscher. „Erkennbar ist der Unterschied zwischen einem Dauerdrucklöscher und einem Aufladelöscher am Zugang: Während er am günstigen Modell nur die Größe eines Zwei-Euro-Stückes hat, ist er beim Aufladelöscher deutlich größer“, so der Ortsbrandmeister.

Pulver dosieren

Nach der theoretischen Einleitung fuhren die Teilnehmer gemeinsam zum Betriebsgelände von Abbruch Transport Recycling (ATR) im Sottrumer Gewerbegebiet „Barkhof“. Dort durfte jeder mit einem Pulverlöscher die Flammen in der Feuerschale löschen. „Wichtig ist, dass bei der Inbetriebnahme erst einen Augenblick gewartet wird, bis sich das Gas im Feuerlöscher verteilt hat“, gab Frank Lehmann als wichtigen Tipp.

Da die zur Verfügung stehende Pulvermenge immer begrenzt ist, sollte auf jeden Fall nur stoßweise ausgelöst werden. „Dann bin ich der Held, denn ich kann mit dem verbleibenden Rest noch woanders löschen“, meinte er. Außerdem sei, je weniger Pulver gebraucht wird, der Reinigungsaufwand deutlich geringer.

Bei der Feuerwehr kommt ein Pulverlöscher nicht so häufig zum Einsatz, denn die erste Wahl sind dort Wasser und Schaum. Scheu beim Umgang mit den Geräten gab es nicht. Sogar der vierjährige Lasse löschte zusammen mit Torben Böhrs von der Jugendwehr das lodernde Feuer. „Ich kann Feuerwehr“, sagte Klaus Wirth schmunzelnd nach seiner erfolgreichen Brandbekämpfung. Die Aktion kam bei den Teilnehmern so gut an, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben soll.

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