Mit 16 Hunden durch die Feldmark

Sottrumer Meutearbeit diesmal ein Spaziergang: Reitveranstaltung ohne Pferde

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Die Hunde standen bei der Meutearbeit im Mittelpunkt. Denn aufgrund der Kälte und des dadurch resultierenden harten Bodens war dieses Mal kein Pferd dabei.

Sottrum/Waffensen - Von Matthias Daus. Die Meutearbeit des Sottrumer Reitvereins ist eine Veranstaltung, mit der sich der Verein bei den Grundstücksbesitzern und Jagdpächtern, über deren Gelände man reiten darf, sowie bei seinen Sponsoren, für die Unterstützung bedankt. In erster Linie ist es aber eine willkommene Gelegenheit, junge Hunde in den Wirkungskreis einer Meute bei der Jagdreiterei zu integrieren.

Dass an einem solchen Tag die Hunde verstärkt im Fokus stehen, liegt auf der Hand. Am Sonntag war das Augenmerk jedoch ungewöhnlich intensiv, denn obwohl es sich um eine Reitveranstaltung handelt, war diesmal kein einziges Pferd mit von der Partie. Ein Umstand, den Friedel Lossau, Vorsitzender des Reitvereins Sottrum, auch in seiner Begrüßung nicht unerwähnt ließ. „Wir sind das erste Mal in Waffensen und auch das erste Mal ohne Pferde bei unserer Meutearbeit“, sagte er. Grund für diese ungewöhnliche Ausrichtung war das Wetter. Denn in diesem Jahr macht der Winter seinem Namen seit einigen Tagen alle Ehre, und ein unangenehmer Dauerfrost hatte dafür gesorgt, dass der Boden zu hart gefroren war, um darauf bedenkenlos durch das Gelände reiten zu können.

Und so wurde die Strecke von einem 75-minütigen Ritt auf einen halbstündigen Spaziergang durch die Feldmark geschrumpft. Aber das tat der ganzen Sache keinen Abbruch, weshalb sich trotz der widrigen Verhältnisse mehr Interessierte einfanden.

Und für die hatte Thorsten Mönchmeyer, der als Master seiner Böhmer-Harrier Meute fester Bestandteil bei Veranstaltungen der Sottrumer Jagdreiter ist, so einiges auf dem Programm. „Eigentlich hat dieses Wetter auch etwas Gutes, denn so nah sind Sie sonst nie bei den Hunden“, sagte er und stellte seine Hunde etwas genauer vor.

16 Tiere gehörten an diesem Tag zu der Meute, und es waren ausnahmslos Rüden, oder wie Mönchmeyer es ausdrückte, ein reiner Männerverein. Der älteste unter ihnen war „Baujahr“ 2006, und wie sein Master betonte, noch immer fit wie am ersten Tag. Drei Neulinge waren ebenso mit von der Partie, wie auch einige Tiere mit ungewöhnlicher Herkunft. Doch damit war erst einmal genug der Worte, denn die Hunde waren sichtlich aufgeregt und fieberten förmlich dem eigentlichen Grund ihres Hierseins entgegen. Um Mensch und Tier nicht mehr unnötig auf die Folter zu spannen, machte sich Thorsten Mönchmeyer mit seinem Team auf den Weg.

Immer umringt von der aufgeregten Hundemeute und begleitet von den zahlreichen Zuschauern, ging es auf einen rund zwei Kilometer langen Kurs durch die Waffensener Feldmark.

Unterwegs gab es immer wieder Wissenswertes von der Arbeit mit einer Hundemeute. Am Ende war es zwar eine ungewöhnliche, aber hochinteressante Veranstaltung, und auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Meutearbeit geben. Und wer weiß, vielleicht darf dann auch wieder geritten werden.

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