Man bleibt beim Plan

Reeßum wird Straße Am Osmannssee vorerst noch nicht sanieren

Hinweisschild in Reeßum
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Welche Straße in Reeßum als nächstes zur Bausstelle wird, ist noch offen.

Der Antrag über die Sanierung der Reeßumer Straßen Am Osmanssee und Am Osmannsberg lagen dem Reeßumer Gemeinderat vor, dieser vertagte allerdings das Thema. Zuerst soll eine Begutachtung der betroffenen Straßen folgen.

Reeßum – Über Jahrzehnte hinweg wurden die Straßen in der Gemeinde Reeßum recht stiefmütterlich behandelt. Inzwischen hat ein Umdenken stattgefunden. So ist die Sanierung der Straße Hinter den Teilen und Am Walde so gut wie abgeschlossen, zwei Straßen in Clüversborstel werden Anfang des Jahres folgen. Nun stellt sich die Frage, welche Wege als nächstes dran sind. Die Straße Am Osmannssee und die Straßenecke Am Osmannsberg sind es vorerst noch nicht. Das Thema wurde vertagt.

Bei der jüngsten Ratssitzung hatten sich die Mitglieder mit einem weiteren Sanierungsantrag zu beschäftigen, den das Ratsmitglied Jürgen Worthmann, der auch Anlieger ist, für Am Osmannssee/Am Osmannsberg eingebracht hatte. Er forderte, die nötigen Haushaltsmittel in den Haushalt 2022 aufzunehmen. Um einen Eindruck zu verschaffen, waren Fotos beigefügt.

Rigolen werden wahrscheinlich nicht ausreichen, und eine Einleitung des Wassers in den Regenwasserkanal hat derzeit keine Aussicht auf Genehmigung.

Julian Loh

Den Ratsmitgliedern, die schon länger in der Kommunalpolitik aktiv sind, ist die dortige Problematik bekannt, denn seit knapp zehn Jahren ist diese Straße immer wieder Ziel von Wegebereisungen gewesen. Die Umsetzung der damaligen Lösungsvorschläge zur Beseitigung des Oberflächenwassers erwiesen sich als nicht durchführbar.

„Rigolen werden wahrscheinlich nicht ausreichen, und eine Einleitung des Wassers in den Regenwasserkanal hat derzeit keine Aussicht auf Genehmigung, denn es muss erst ein Generalentwässerungsplan erstellt werden“, erinnerte Bürgermeister Julian Loh.

Keine sofortige Zustimmung

Er schlug vor, alle Sanierungen im Gesamtkontext zu sehen und wie geplant bei der ersten Sitzung im Januar ein Straßen- und Wegekataster in Auftrag zu geben, mit dem der Zustand aller Straßen erfasst und die Sanierungskosten kalkuliert werden. Auch von den anderen Ratskollegen wollte keiner dem Antrag von Worthmann sofort zustimmen.

Von „Warum wieder in Reeßum? Jetzt wären doch Schleeßel, Taaken oder Bittstedt an der Reihe. Das ist kein fairer Weg“ (Michael Frese), „Mir fehlt noch der Gesamtüberblick“ (Marvin Heinrich) oder „Die Kosten werden doch schon mit dem Wegekataster ermittelt. Dann wird das Geld doppelt ausgegeben“ (Ines Holste) kam reichlich Gegenwind. Auch Marco Bruns wusste, dass viel an den Straßen getan werden muss und sah, wie Loh, die Erstellung eines Katasters als vorrangig an. Katrin Martens gab zu berücksichtigen, dass auch zahlreiche Gehwege zu sanieren seien.

Zum Abschluss einigten sich die Volksvertreter, den Antrag zu vertagen und beim Auftrag des Straßen- und Wegekatasters, der Ende Januar beschlossen werden soll, die Straße Am Osmannssee zuerst begutachten zu lassen. Mit dem Kataster in der Hand soll die Reihenfolge bei der Sanierung festgelegt werden.

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