Politik auf dem Sportplatz

Reeßum wirbt für Ratsarbeit

Infoveranstaltung in Zeiten von Corona: Der Reeßumer Gemeinderat lud auf den Sportplatz ein, um potenziellen Kandidaten die Arbeit im Rat vorzustellen.
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Infoveranstaltung in Zeiten von Corona: Der Reeßumer Gemeinderat lud auf den Sportplatz ein, um potenziellen Kandidaten die Arbeit im Rat vorzustellen.

Die Kommunalwahl im September kommt immer näher. Mittlerweile ruft die Gemeinde Reeßum ihre Bürger dazu auf, sich einzubringen.

Reeßum – Am 12. September sind die niedersächsischen Bürger aufgerufen, durch den Gang an die Wahlurne die Politik direkt vor ihrer Haustür zu bestimmen. Um interessierte Bürger über die Arbeit im Gemeinderat zu informieren und sie bestenfalls für eine Kandidatur bei der Kommunalwahl zu begeistern, hatte Bürgermeister Julian Loh auf den Reeßumer Sportplatz eingeladen. Er war jedoch nicht alleine, sondern hatte mit Marco Bruns, Jürgen Worthmann und Ex-Bürgermeister Marco Körner „alte Hasen“ gewinnen können, die mit ihm Rede und Antwort standen.

„Im Reeßumer Gemeinderat kann sich jeder aktiv einbringen“, betonte Julian Loh, der weiterhin viel Wert auf Teamarbeit legt. Da dieses Angebot in den vergangenen Jahren angenommen wurde und so einzelne Aufgaben nicht mehr über den Tisch des Bürgermeisters laufen mussten, entschied sich Loh, auch für die kommende Periode als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stehen. Vor zu viel Euphorie warnte aber Marco Bruns: „Man darf nicht meinen, wenn man einmal gewählt ist, kann man in einem Jahr die Welt verändern“, erinnerte er an seine eigenen ersten Schritte in der Kommunalpolitik.

Und weiter: „Die Mühlen der Verwaltung arbeiten langsam, das ist schon manchmal ernüchternd.“ Dazu ergänzte Julian Loh: „Es muss bei größeren Projekten perspektivisch auf die nächsten ein bis zwei Jahre geschaut werden. Daher wird mehr Zeit eingeplant, sodass eine Idee nicht unbedingt in wenigen Wochen umgesetzt werden kann.“ Aber die anwesenden Ratsmitglieder waren sich auch einig: „Kleine Angelegenheiten sind zusammen schnell gelöst.“

Eine Mitarbeit im nächsten Gemeinderat könnte sich Svenja Radlach (40) aus Clüversborstel nach Abschluss der Infoveranstaltung gut vorstellen. Auch Eike Westermann signalisierte großes Interesse. „Man kann nichts verändern, wenn man nichts anfängt“, meinte der 31-jährige Clüversborsteler. Dagegen muss Torsten Wahlers (41) aus Bittstedt erst abwägen, „ob es zeitlich möglich ist“.

Wer sich in Reeßum für Kommunalpolitik interessiert, braucht sich nicht für ein Parteibuch entscheiden. Schon bei der Wahl vor fünf Jahren einigten sich die Beteiligten, die Wahl ohne Parteien durchzuführen. Dafür wurde die Bürgerliste Wiestedörfer aus der Taufe gehoben. Nur die Taakener Ratsmitglieder, die sich bei der damaligen Aufstellungsversammlung noch nicht zu einer Kandidatur entschieden hatten, gingen als Einzelkandidaten ins Rennen. Für dieses Jahr ist geplant, dass alle Bewerber auf der Bürgerliste antreten werden.

Am Freitag, 11. Juni, werden Interessenten ab 18.30 Uhr auf dem Sportplatz (bei Regen im Mehrzweckgebäude) nochmals die Möglichkeit haben, sich aus erster Hand über die Arbeit im Rat zu informieren, bevor Anfang/Mitte Juli die Aufstellungsversammlung der Bürgerliste stattfinden wird.

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