Herbsttour der Young Americans startet in der Wiesteschule

Projekt fördert Selbstvertrauen

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Jacob Figueroa (r.), Regisseur und Leiter, beim Einüben des Titelsongs.

Sottrum - Gleich die erste Station der Herbsttour der Young Americans ist die Wiesteschule in Sottrum. Ungeduldig haben die Schüler und die Organisatorinnen, die Lehrerinnen Melitta Zimmermann und Mareile Marker, diesem Termin entgegengefiebert. Denn der dreitägige Workshop und die abschließende Abendshow gemeinsam mit dieser jungen Musicalgruppe ist ein unvergessliches Ereignis für die Schüler. Schon zum vierten Mal sind die Young Americans seit 2014 mit ihrer unvergleichlichen Art und ihrer dynamischen Ausstrahlung zu Gast in Sottrum.

Am Sonntagabend sind die 36 Musicalstudenten eingetroffen und jeweils zu zweit in Gastfamilien untergebracht worden. Der Workshop begann am Montagnachmittag und 150 Schüler aller Jahrgangsstufen trafen lautstark in der großen Turnhalle ein. Aus dem Gewusel wurden jedoch in kürzester Zeit drei disziplinierte Gruppen, die sich den jeweiligen studentischen Anleitern zuordneten.

Beginnend mit den Tanzbewegungen machten die Young Americans, auf Kisten stehend, die Bewegungen vor, und jede Gruppe folgte begeistert und mehr oder weniger gekonnt den ersten Tanzschritten. Die Geräuschkulisse war enorm, und doch bedurfte es immer nur einer einzigen Aufforderung, und alle fügten sich den Anleitungen, die in englischer Sprache gegeben wurden. Es schien gar keine Sprachbarrieren zu geben, nur teilweise übersetzte Lucy, eine der Studentinnen, etwas auf Deutsch. Die Dynamik der Studenten riss alle mit, es gab kaum eine Sekunde ohne Bewegung, und es herrschte eine so begeisterte Stimmung, wie man es bei so einer großen Anzahl von Schülern in einem Raum nicht vermutet hätte. Alle machten mit, sprangen, hüpften, bewegten die Arme im Takt und Rhythmus der Musik und im Nu herrschte ein einheitliches Bild.

Nach jeder erfolgreich gemeisterten Tanzfigur motivierten die Young Americans mit Lob und Beifall und spornten die Schüler immer wieder zu noch besseren Leistungen an, bis alle verschwitzt und außer Atem waren.

Nach einer kleinen Pause begann der Regisseur und Leiter, Jacob Figueroa, die Schüler auf die Gesangsdarbietungen einzustimmen. Zeile für Zeile des Songs „When you wish upon a star“, der das Motto der Herbsttour „Live your life“ unterstreicht, wurde von den geschulten Stimmen der Studenten vorgesungen und von den Schülern wiederholt.

Die Young Americans verstehen es, in kürzester Zeit eine Beziehung auf Augenhöhe zu den Schülern schaffen, die sie mitreißt, sie über sich hinauswachsen lässt und ihr Selbstbewusstsein stärkt. Bei all diesem großartigen Engagement und Einsatz dürfte es sicher sein, dass die große öffentliche Show am Mittwochabend ein großer Erfolg wird und es sich nicht nur für die Eltern lohnt, dabei zu sein.

Die Show beginnt um 19 Uhr in der Turnhalle am Bullenworth. Der Eintritt kostet für Erwachsene zehn Euro, Kinder zahlen fünf. Weitere Informationen sind im Internet unter www.obs-sottrum.de verfügbar.

Das Musical-Projekt der Young Americans

Die Young Americans sind eine Gruppe von Studenten des California Pacific College of Performing Arts, die Chorgesang mit Tanzeinlagen verbindet. Die Truppe gibt es schon seit 1962 und sie traten seitdem in vielen US-Shows auf. Seit 1992 widmen sie sich einer einzigartigen pädagogischen Initiative: der Musical Outreach Tour. In dreitägigen Workshops an allgemeinbildenden Schulen auf der ganzen Welt studieren etwa 40 der Young Americans mit jeweils 200 bis 500 Schülern eine komplette Bühnenshow ein und bringen sie am Abschlusstag zur Aufführung. Mit diesen Workshops haben sie bisher fast eine Million Schüler auf allen Kontinenten erreicht. Ziel ihrer Arbeit ist es, den Schülern kreative Impulse zu geben und ihr Vertrauen in das eigene Können zu entwickeln. Es werden Teamfähigkeit, Disziplin, Selbstvertrauen und Selbstwertschätzung gefördert. Außerdem spielen die interkulturellen Begegnungen von jungen Menschen und die Förderung der Sprachkompetenz in Englisch eine große Rolle.  

hs

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