Polizeihauptkommissar Christoph Steinke erkundet mit Erstklässlern Gefahrenpunkte in Sottrum

Der sichere Weg zur Schule

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An der Großen Straße gibt es mehrere Gefahrenpunkte, auf die die Kinder hinweisen.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Die gelbe Sprühflasche ist fast noch ein bisschen zu groß für die kleine Hand, die sie hält. Doch Hilfe naht, Polizeihauptkommissar Christoph Steinke ist zur Stelle. Der Beamte legt die Schablone mit der Haltelinie und den „Kleinen Füßen“ auf den Fußweg an der Kirchstraße in Sottrum und los geht das Sprühen. Gemeinsam mit den Erstklässlern der Grundschule am Eichkamp in Sottrum macht sich Steinke auf den Weg, um die gelben Füße an besonders brenzligen Stellen im Ortskern aufzusprühen.

„Wo wir die ‚Kleinen Füße‘, so heißen sie eigentlich, hinsprühen entscheiden wir ganz spontan“, berichtet Steinke. Je nachdem, von wo die Jungen und Mädchen ihren Weg zur Schule antreten. „Im kommenden Jahr kann der Bedarf da schon wieder ganz anders aussehen.“ Nach einiger Zeit verblassen die gelben Füße wieder.

Gemeinsam mit der Verkehrswacht organisiert die Rotenburger Polizei diese Aktionen. Dazu gehören auch die Banner, die an der Straße auf den Schulstart aufmerksam machen. Auch die gelbe Farbe sponsert die Verkehrswacht. Das Ziel der Aktion ist es, den Autofahrern noch einmal deutlich zu machen, dass sie an diesen Punkten besonders vorsichtig fahren müssen.

„Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Kinder am besten in kleinen Gruppen zu Fuß zur Schule gehen. Das stärkt die Kommunikation und die Selbstständigkeit“, so Steinke. Dafür gibt es auch ein Tagebuch, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, einzutragen, an welchen Tagen sie zu Fuß zur Schule gelaufen sind. Am Anfang sei es verständlich, dass die Eltern ihre Kinder noch zur Schule begleiten – „ab den Herbstferien können die Schüler das aber alleine“, betont der Polizeihauptkommissar. Trotzdem müsse auch dann noch einmal überprüft werden, ob sich die Erstklässler noch an die Regeln halten. „Es ist schon abenteuerlich, was wir da manchmal sehen. Ein Kind balancierte zum Beispiel einmal auf dem Mittelstreifen der Fahrbahn“, erzählt Steinke.

Für die Eltern und neuen Schüler der Grundschule am Eichkamp sind vor allem die Übergänge an der Volksbank, der Kirche und am Schulweg wichtig. Besonders gefährlich ist es aber an der Bergstraße. Auch dort leuchten ab sofort gelbe Füße auf dem Bürgersteig auf. „Wenn die Eltern sich nicht sicher sind, welcher Weg zur Schule der sicherste für ihr Kind ist, haben sie auch die Möglichkeit, mich direkt anzusprechen“, bietet Steinke an. Gemeinsam würden sie sich die Situation vor Ort anschauen und einen geeigneten Weg suchen.

Der Polizeihauptkommissar weist auch darauf hin, dass die Kinder erst ab der dritten Klasse alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren sollen, in Begleitung eines Erwachsenen sei das auch schon früher möglich. In jungen Jahren seien die Schüler einfach noch nicht sicher genug auf dem Rad, um alleine den Weg zurückzulegen. Was aber unabhängig vom Alter immer dabei sein sollte, ist der Helm.

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