Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung in Hamburg

Rocker-Razzia auch in Sottrum

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Die „CuBar“ in Sottrum wurde auch von den Sonder-Einsatzkommandos der Polizei gestürmt.

Sottrum - Auf der Suche nach Mitgliedern der „Hells Angels“ hat die Polizei am frühen Dienstagmorgen auch in Sottrum und Hassendorf Razzien durchgeführt. Insgesamt vollstreckten die Staatsanwaltschaft Hamburg und die „Soko Rocker“ 20 Durchsuchungsbeschlüsse in Schleswig-Holstein, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Hamburg.

Die Beamten der „Soko Rocker“ haben dabei zwei 35-jährige Männer festgenommen, die den „Angels“ zugerechnet werden. Die Männer stehen im Verdacht, am 28. Dezember in Hamburg sieben Schüsse auf ein Taxi abgegeben zu haben. Zwei Männer aus dem Umfeld der Rockergruppe „Mongols“ wurden durch die Schüsse verletzt. Ein 28-jähriger Mann erlitt nach Polizeiangaben eine Rückenverletzung, die nicht lebensbedrohlich war. Ein 26-jähriger Mann erlitt aufgrund eines Prellschusses ein Hämatom an der Schulter, kam jedoch nicht in ein Krankenhaus. Der Taxifahrer (46) blieb ebenso wie ein weiterer Fahrgast (27) unverletzt.

Den nun Festgenommenen wird nach Polizeiangaben dieses versuchte Tötungsdelikt zugeordnet. Die Männer seien in Hamburg festgenommen worden, hieß es. Nach Augenzeugenberichten stürmte ein Einsatzkommando am Morgen gegen 6 Uhr die „CuBar“ in Sottrum. Der Geschäftsinhaber äußerte sich anschließend gegenüber der Kreiszeitung: „Die Polizei hatte falsche Informationen. Hier wurde nichts gefunden.“ Drei Stunden lang habe er sein Lokal nicht betreten können. Nach Polizeiangaben lag ein weiterer Einsatzort an der Bergstraße in Hassendorf. Die Beamten stellten bei den Einsätzen insgesamt umfangreiche Beweismittel und Datenträger sicher. Die Auswertung hierzu dauere an.

Für die Zugangssicherungen der Objekte setzte die Einsatzleitung der „Soko Rocker“ das Hamburger Mobile Einsatzkommando sowie Sondereinsatzkommandos aus Schleswig-Holstein, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen ein. Die „Soko Rocker“ war mit weiteren Beamten des Landeskriminalamtes Hamburg, Sprengmeister des Landeskriminalamtes Hamburg und fünf Diensthundeführer der Polizei Hamburg sowie 26 Beamte der Polizei Bremen (mit einem Diensthundeführer) eingesetzt. Insgesamt waren an den Einsätzen 250 Beamte beteiligt.
mk

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