Sabrina Wahlers will für den Reeßumer Gemeinderat antreten

Politik mit anderer Sichtweise

Die 36-jährige Sabrina Wahlers will sich bei der Kommunalwahl im September einige Stimmen sichern, um so an einen Platz im Reeßumer Gemeinderat zu kommen. - Foto: Daus

Reeßum - Von Matthias Daus. Dass eine Frauenquote nicht zwingend feministischer Natur sein muss, dass politisches Miteinander nicht abhängig vom Parteibuch sein sollte und dass sich hartnäckiger Einsatz auch lohnen kann, das sind für Sabrina Wahlers aus Reeßum grundlegende Werte für die Kommunalpolitik. Um diese verfolgen zu können, stellt sie sich am 11. September zur Wahl für den Reeßumer Gemeinderat.

Die Zusammensetzung des Reeßumer Gemeinderates ist bei immerhin zehn Ratsmitgliedern momentan eine rein männliche Angelegenheit. Nach einer Frau unter den Bürgervertretern sucht man dort vergebens. Ein unhaltbarer Zustand, wie die 36-jährige findet.

„Ich bin der Meinung, dass eine weibliche Sicht der Dinge in den Prozessen der Entscheidungsfindung durchaus hilfreich ist und vielleicht auch gänzlich neue Aspekte beisteuern kann“, erklärt sie ihre Definition einer Frauenquote.

Doch das ist nicht der Hauptgrund dafür, dass sie bei den kommenden Kommunalwahlen ins Rennen um die Sitze im Gemeinderat gehen will. Es ist vielmehr der Wunsch, politisch aktiv sein zu können und gemeinsam mit den anderen Ratsmitgliedern, die bei der kommenden Wahl alle erstmals ohne Parteienkürzel auf einer gemeinsamen Liste auf dem Wahlzettel zu finden sein werden, etwas für den Ort bewegen zu können.

Bereits ehrenamtlich aktiv

Die Arbeit, die mit einem erfolgreichen Wahlergebnis und einem Sitz im Gemeinderat zwangsläufig verbunden ist, stört die Rechtsantwalts- und Notariatfachangestellte dabei nicht im Geringsten – trotz Arbeitsweg nach Zeven. Im Gegenteil, sie würde sich sehr freuen, wenn sie tatsächlich gemeinsam mit den anderen Mitgliedern im Gemeinderat tätig werden könnte.

Die Vereinbarkeit mit der Familie, dem Beruf und dem Alltag sieht die Mutter einer elfjährigen Tochter dabei recht gelassen, denn sie war auch in der Vergangenheit ehrenamtlich sehr aktiv. So zum Beispiel in der Grundschule Horstedt.

Dort war sie unter anderem Vorsitzende im Schulelternbeirat und hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass im Gebäude der Löwenzahn-Grundschule in Horstedt eine Brandschutztreppe installiert werden konnte. Dabei musste sie bei verschiedenen Behörden über einen langen Zeitraum viel Überzeugungsarbeit leisten. „Wie man sieht, ist es meine Familie also gewohnt, dass ich mich mit vielen Dingen beschäftige, da wäre der Sprung in die Lokalpolitik nicht so enorm groß. Außerdem unterstützt mein Mann mich sehr in meinem Vorhaben“, zeigt die 36-jährige den wichtigen familiären Rückhalt auf.

Die Gestaltung der Kommunalpolitik sieht sie dabei eher sachbezogen. „Die Menschen wählen auf Gemeindeebene im Allgemeinen die Volksvertreter, denen sie am meisten vertrauen und das ist oft unabhängig von der Parteizugehörigkeiten“, erklärt sie. Außerdem fügt sie hinzu, dass sie darin die Chance für ein gesundes Miteinander in der kommunalpolitischen Arbeit sähe. Wenn sie sich im September zur Wahl stellt, dann geschieht dies nicht zum ersten Mal. Bereits bei der vergangenen Kommunalwahl hatte sie ihr Glück versucht. Das Ergebnis war für sie schon ein Achtungserfolg, aber Aufgrund der parteilichen Sitzverteilung im Gemeinderat, war es ihr damals nicht vergönnt, dort einziehen zu dürfen.

Sie hofft, dass sich dieser Umstand im September ändern könnte und hat auch schon einige konkrete Projekte, die sie gerne anschieben würde. Welche das im Einzelnen sind, lässt sie noch offen, denn schließlich ist der unbedingte Wille, sich politisch zu engagieren kein Garant für ein positives Wahlergebnis.

Situation der Jugendlichen wichtig

Vorab verrät sie nur soviel, dass es ihr beispielsweise wichtig sei, die Situation für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde zu optimieren, über alle Partei- und Ortsgrenzen hinweg. Ein großes und sehr wichtiges Thema, vor allem für junge Familen in der Gemeinde, daran besteht kein Zweifel.

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