Plattdeutsche Theatergruppe der Feuerwehr Hassendorf bereitet sich auf Premiere vor

Die geplatzte Hochzeit

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Stefanie (Katrin Holsten) und Steffen (Sven Peter) wollen heiraten. Steffens Ex Christa hat da aber etwas dagegen.

Hassendorf - Von Jessica Tisemann. Stefanie und Steffen wollen heiraten, doch das ist gar nicht so einfach. Denn Steffens Ex-Freundin Christa taucht plötzlich auf, und lässt die Hochzeit platzen. Steffen setzt aber alles daran, seine Verlobte zurückzugewinnen. Ob das wirklich klappt, erfahren die Besucher bei der Premiere der Laienspielgruppe der Hassendorfer Feuerwehr mit „Grön Hochtied mit düster Wulken“ am Samstag, 28. November, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Ab nächster Woche heißt es für die Laienschauspieler jeden Tag proben. Die Generalprobe steht am Donnerstag an. Bis dahin haben die 13 Akteure noch ein wenig Zeit, sich an die Bühne zu gewöhnen, damit sich am Ende jeder im Bühnenbild von Friedhelm Sackmann zurechtfindet.

Sackmann ist bereits seit 35 Jahren für das Bühnenbild zuständig. Nur fünf Jahre älter ist die Laienspielgruppe. Und mittlerweile gibt es das 41. Stück auf Platt zu sehen. Traditionell am Samstag vor dem ersten Advent. „Wir haben es auch in jedem Jahr geschafft, ein neues Stück zu spielen“, berichtet Hermann Rugen, Leiter der Gruppe.

Die Auswahl des Stückes haben Helga Brand und Hanna Rugen übernommen. Und das war gar nicht so leicht: „Ein gutes Stück für 13 Personen muss man erstmal finden“, so Hermann Rugen. Auch die Gruppenkonstellation mit mittlerweile vielen jungen Spielern gilt es zu berücksichtigen. Und der Wunsch nach einer Komödie. „Wir haben eigentlich immer Komödie gespielt“, sagt Regisseur Bernd Rechten.

Bereits seit September sind die Akteure dabei, das Stück zu proben. Zunächst treffen sie sich zweimal die Woche zum Lesen. Sollte es bei der Aufführung doch mal zu Texthängern kommen helfen Sandra Buthmann und Sandra Holsten weiter. Sobald es auf die Bühne geht – in der Regel am ersten Wochenende im Oktober – wird dreimal pro Woche geübt. Da das alles ganz schön zeitintensiv ist, gibt es immer wieder Wechsel in der Besetzung der Gruppe. So sind bisher 45 Schauspieler im Einsatz gewesen – sie müssen aber nicht zwangsläufig Mitglied der Feuerwehr sein.

Damit die Schauspieler weiter in Scharen zu der Gruppe strömen, wendet Rugen einen kleinen Trick an: Die Jugendfeuerwehr besucht eine der Vorstellungen, und hat dabei einen Platz in den vorderen Reihen. Außerdem bereitet der Leiter eine kleine Führung in die Umkleideräume im Keller und hinter die Bühne vor. „So kann man die Leute gut an die Gruppe heranführen“, weiß Rugen. Eine Besonderheit sei auch, die natürliche Aussprache des Plattdeutschen. „Viele sind davon immer wieder begeistert“, so der Hassendorfer.

Karten für die Vorstellungen gibt es für sieben Euro an der Abendkasse. Größere Besuchergruppen können sich bei Hermann Rugen unter 04264/443 anmelden.

Weitere Aufführungen sind am 29. November, 1., 2., 4. und 5. Dezember jeweils um 19.30 Uhr geplant.

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