Planung des Heimatvereins zu Kinoabenden geht weiter / Probelauf im Februar

Ein Film als Überraschung

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Im Heimathaus soll es im Februar den ersten „Überraschungsfilm“ geben.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Ab Februar kann es losgehen. Beim Heimatverein Sottrum hat sich eine Gruppe gefunden, die die Planung von Filmvorführungen übernehmen will. Im Frühjahr soll es dann einen Probeabend geben. „Damit wollen wir gucken, wie das Konzept angenommen wird“, erklärt Hans-Jürgen Krahn, Vorsitzender des Heimatvereins die Idee.

Sollten die Sottrumer auf den Zug aufspringen, ist es geplant, ab Herbst kommenden Jahres regelmäßig im Heimathaus einen „Überraschungsfilm“ zu zeigen. Im Vorfeld Werbung mit dem Titel werde nicht gemacht. „Das Problem mit der Lizenzfrage ist nicht ganz einfach zu klären“, macht Krahn auf einige Stolpersteine aufmerksam. Nach Weihnachten setzt sich die Gruppe noch einmal zusammen und plant die weiteren Schritte.

Bevor aber die Sottrumer in den Filmgenuss kommen, haben die Mitglieder des Heimatvereins die Leinwand und die Voraussetzungen im Heimathaus getestet. „Dabei ist uns aufgefallen, dass es schwierig ist für alle die Leinwand zu sehen, wenn sie hintereinander sitzen“.

Eine Lösung könnte sein, die Sitzreihen wie in einem Kino anzuordnen und nach hinten hin leicht ansteigen zu lassen. Außerdem sei es möglich, die Stühle immer auf Lücke zu stellen. „Der Haus- und Hoftruppe des Heimatvereins fällt da aber sicher noch was ein“, ist der Vorsitzende recht zuversichtlich.

Jeder, der sich jetzt auf die großen Blockbluster in Sottrum freut, wird enttäuscht. Der Heimatverein will sich eher auf Klassiker der Filmgeschichte oder Dokumentarfilme beschränken. Und das hat einen einfachen Hintergrund, wie Krahn zu verstehen gibt: „Die neuen Filme kann sich jeder in Bremen anschauen, da haben wir keine Chance gegen anzukommen.“ Eine Idee des Heimatvereins ist es auch, dass Kinoprogramm an die jeweilige Jahreszeit anzupassen. „Aber wir wollen erst einmal ausprobieren, wie es so anläuft“, betont Krahn.

So wie das Stadtkino in Rotenburg oder das Landkino in der Fintauschule in Lauenbrück soll es im Sottrumer Heimathaus nicht aussehen – das zeigt schon die Tatsachen, dass der Verein für die Vorführungen keinen Eintritt nimmt. „Das Stadtkino ist eine ganz andere Größe, wir wollen erst einmal einen kleineren Weg gehen.“ Eine weitere Überlegung ist, Vortragsreihen anzubieten.

Zu einem richtigen Kinoabend gehört auch Popcorn und ein Getränk dazu. Das wissen auch die Verantwortlichen im Heimatverein. „Es ist auch eine Überlegung, dass wir eine Bewirtung realisieren können. Es soll ja alles auch schon ein bisschen an ein Kino erinnern“, so Krahn.

„Wir hoffen, dass sich die Idee mit den Filmen durchsetzt“, so der Vorsitzende. Macht aber auch deutlich, dass der Heimatverein mit seinem Angebot nicht in Konkurrenz zu einem anderen Verein treten möchte. Aber nach dem Wegfall der „FlettKultur“ ist für Hans-Jürgen Krahn auch klar: „Die Idee könnte wieder für ein bisschen Kultur in Sottrum sorgen.“

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