„Als käme man in eine Höhle“

Planer Thomas Weber erläutert Platzbedarf der Sottrumer Rathausmitarbeiter

Das Sottrumer Rathaus
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Das Sottrumer Rathaus platzt laut Planer Thomas Weber aus allen Nähten.

Das Sottrumer Rathaus ist zu klein. Nun stellte Planer Thomas Weber den notwendigen Bedarf der Verwaltungsmitarbeiter vor - der sich dann auf den noch zu planenden Anbau auswirken soll.

Sottrum – Aktuell haben 39 Verwaltungsmitarbeiter ihren Arbeitsplatz im Sottrumer Rathaus. Dass das schwarz-weiße Fachwerkgebäude aus allen Nähten platzt, und daher die Kommune derzeit einen Anbau plant, verdeutlichte am Donnerstagabend Thomas Weber vom PWS-Planungsbüro aus Kiel den Mitgliedern des Finanzausschusses. Er stellte seine Berechnungen nebst einer möglichen Neuaufteilung von Erd- und Dachgeschoss vor – „diese sei allerdings kein Entwurf, sondern nur ein erster Gedanke dazu, wie viel im Bestand untergebracht werden könnte“, machte er deutlich. „Ansonsten ist da noch sehr viel im Fluss.“

Denn Ansatz der Überlegungen zum Anbau ist, diesen von innen nach außen zu planen – also zunächst den Platzbedarf zu ermitteln, den das Projekt am Ende decken soll. Webers Berechnungen des Altbaus ergeben anhand gesetzlicher Vorgaben zur Größe der Büros sowie der Verkehrswege eine Kapazität für allenfalls etwas mehr als 20 Mitarbeiter. „Ihr Rathaus ist etwas zu klein“, so die trockene Schlussfolgerung. „Wobei die Situation im Dachgeschoss noch katastrophaler ist als im Erdgeschoss.“ In manchen der Büros unter den Dachschrägen sei es, als käme man in eine Höhle, so Weber.

Weg vom Großraumbüro

Seine Idee sieht eine Mischung aus Einzel- und Zweierbüros vor sowie im Dachgeschoss einen „Notfallraum“, der Platz für Besprechungen und Schulungen bieten soll. „Dabei geht es auch darum, das Thema Homeoffice zu berücksichtigen. Generell wird derzeit damit gerechnet das 20 Prozent der Angestellten im Bürobereich künftig regelmäßig von Zuhause aus arbeitet“, sagte Weber. „Dazu kommt, dass durch die Pandemie der Trend wieder weg von Großraumbüros hin zu kleinen Gruppenräumen geht.“

Grundsätzlich ermittelte er eine Fläche von knapp 460 Quadratmeter, die an weiterer Nutzungsfläche für Büros und Funktionsräume gebraucht würde. Insgesamt müsste die Bruttogrundfläche fast 660 Quadratmeter umfassen. „Allerdings – wird es ein zweigeschossiger Bau kommen noch Treppenhaus und Fahrstuhl hinzu“, so Weber. Zudem sei die Frage, wie und wo es an den Bestand angedockt würde. Denn die Nutzfläche, die für einen Übergang benötigt werde, müsse ebenso dem Neubau zugeschlagen werden. „Diese Art der Planung von innen nach außen bietet zudem die Chance, alles variabel zu gestalten, dass sich mit wenig Aufwand auch im Nachgang Büros dem Bedarf anpassen und in der Größe verändern lassen“, erläuterte Weber.

Ratssaal bleibt am aktuellen Standort

Was allerdings bereits feststeht: „Wir werden den Ratssaal nicht anfassen, der bleibt, wo er ist“, machte Erste Samtgemeinderätin Kerstin Wendt deutlich. Auch das Büro des Samtgemeindebürgermeisters solle nach Webers Meinung an seinem bisherigen Standort im Turmbereich des Dachgeschosses bleiben.

Der Ausschuss plädierte zudem dafür, die Anzahl der Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Rathausanbau beschäftigt, von acht auf zehn zu erhöhen. „Mehr Mitglieder bedeutet nicht zwangsläufig mehr Qualität“, mahnte Ausschussvorsitzender Wolfgang Harling (SPD), und auch Verwaltungschef Holger Bahrenburg betonte: „Maximal zehn Mitglieder, mehr auf keinen Fall!“ Gesetzt sind Bahrenburg sowie Kerstin Wendt, die Namen der Ratsmitglieder, die der Arbeitsgruppe dann angehören, folgen im Samtgemeindeausschuss.

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