Anne-Kathrin Pohlmeier startet bei der Nachwuchs-WM

Zu Pferd in den Niederlanden

„Lordswood Dancing Diamond“ gibt beim Abschlusstraining noch einmal alles, bevor es in Richtung Niederlande geht. - Foto: Holsten-Körner

Reeßum - Deutschlands bester fünfjähriger Wallach ist in Reeßum zu Hause. Zusammen mit einer Stute und fünf Hengsten qualifizierte sich der Hannoveraner „Lordswood Dancing Diamond“ (Abstammung: Dancier/Wolkenstein II) in zwei Sichtungen für die Nachwuchs-WM der jungen Dressurpferde, die ab heute bis Sonntag in Ermelo (Niederlande) stattfindet.

„Das ist vermutlich einmalig im Leben“, berichtet Anne-Kathrin Pohlmeier strahlend, die den Rappen seit dem Anreiten trainiert. Nach dem Verkauf an die englische Besitzergemeinschaft Alice Whitfield und Heather Stack erhielt die 29-Jährige weiterhin den Auftrag zum Training mit dem Wallach, der inzwischen zwei Mal Vize-Bundeschampion bei den drei- und vierjährigen Pferden wurde.

Unterstützt wird die gelernte Pferdewirtin mit Schwerpunkt „Reiten“ seit drei Jahren von Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen. „Ich habe auch ihm zu verdanken, wie sich das Pferd bisher entwickelte“, so Pohlmeier.

Ein halbes Jahr in Italien

Erst in diesem Frühjahr wechselte sie zum Gestüt von Joachim Wahlers nach Reeßum. „Dort sind die Voraussetzungen optimal“, lobt sie den Eigentümer des Gestüts. Sechs Jahre war sie in Dörverden aktiv, wo sie auch ihre Ausbildung zur Pferdewirtin absolvierte. Es folgte ein halbes Jahr in Italien, ein Jahr als Gestütsleiterin, bevor sich die sympathische Reiterin selbstständig machte.

Treu blieben ihr die ganze Zeit über viele der Pferde, die sie ausbildet. Inzwischen sind es neun Tiere, die die gebürtige Paderbornerin – ob zur Turniervorstellung oder beispielsweise zur Stutenleistungsprüfung – in ihrer Obhut hat.

Besonders zu schätzen weiß Anne-Kathrin Pohlmeier das Vertrauen, das ihr die englische Eigentümergemeinschaft von „Lordswood Dancing Diamond“ entgegenbringt. „Ich schätze jeden Tag, an dem ich mit dem Pferd arbeiten darf, denn ich bin selbst mit ihm gewachsen“, sagt sie. Heute heißt es Daumen drücken, denn Anne-Kathrin Pohlmeier präsentiert „ihren“ Rappen mit den drei überdurchschnittlichen Grundgangarten vor der internationalen Jury. „Für mich heißt das Motto: Dabei sein ist alles“, betont Pohlmeier, die verspricht, 100 Prozent zu geben. Sollte alles reibungslos laufen, haben die beiden Chancen auf das Finale am Samstag.

Von Antje Holsten-Körner

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