Mehr als zehn Jahre dabei

Peter Draeger ist Sottrums „Bürgerbusfahrer des Jahres“

Peter Draeger am Steuer des Sottrumer Bürgerbusses.
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Inzwischen fährt Peter Draeger im elften Jahr den Sottrumer Bürgerbus. Dafür hat der Verein ihn jetzt zum „Fahrer des Jahres“ ernannt.

Der Reeßumer Peter Draeger ist Sottrums „Bürgerbusfahrer des Jahres“. Gerade erst hat der 71-Jährige seine Lizenz ein weiteres Mal verlängert.

Sottrum/Reeßum – „Das machst du doch viel zu gerne.“ Das hat Peter Draeger von seiner Ehefrau Ruth gesagt bekommen, als die Entscheidung anstand, ob der Reeßumer die Fahrerlizenz für den Bürgerbus ein weiteres Mal verlängert. Da Ruth Draeger mit ihrer Aussage ins Schwarze traf, zögerte der 71-Jährige nicht und teilte dem Vorstand das Startsignal für die kommenden fünf Jahre mit.

„Damit ist er unser erster Fahrer, der nach zehn Jahren den Personenbeförderungsschein noch einmal erneuert“, freut sich Friedhelm Brüns, Vorsitzender des Sottrumer Bürgerbusvereins, über den Einsatz seines Fahrerkollegen. Beim jüngsten Fahrertreffen, zu dem der Vorstand das erste Mal nach rund neun Monaten wieder einladen konnte, wurde Draeger daher für sein ehrenamtliches Engagement eine besondere Ehre zuteil. „Wir haben ihn zu unserem ‚Fahrer des Jahres‘ ernannt“, so Brüns.

Der weiß den Reeßumer sehr zu schätzen. „Er ist einer unserer Top-Fahrer. Peter Draeger fährt nicht nur jeden Freitagvormittag, sondern er springt auch ein, wenn jemand gebraucht wird“, lobt der Vorsitzende. Für Draeger sei dies selbstverständlich, denn er hilft gerne anderen. „Als vor zehn Jahren der passive Teil meiner Altersteilzeit begann, war klar, dass ich ehrenamtliche Arbeit übernehmen möchte“, erinnert sich der ehemalige Mitarbeiter von Daimler, der dort als Meister in der Qualitätskontrolle beschäftigt war.

Ans Steuer des Sottrumer Bürgerbusses kam er durch seinen Freund Hans Manthey, der zu den Fahrern der ersten Stunde gehörte. „Da ich Lust habe, zu fahren und gerne auf Leute zugehe, passte dies“, erzählt der heute 71-Jährige. Der Spaß an den Fahrten mit dem Bürgerbus ist heute noch genauso hoch wie damals.

Dazu tragen nicht nur viele nette Stammgäste bei – von einer Schleeßelerin bekommt er sogar ein Geburtstags- und ein Weihnachtsgeschenk –, sondern auch das sehr gute Miteinander der Fahrer. „Es ist eine hervorragende Gemeinschaft“, betont der Reeßumer. Daher war es nie ein Problem, wenn ein Fahrer seinen Dienst absagen musste: „Das klappt wunderbar: Wenn sich jemand über die Whatsapp-Gruppe meldet, dass er nicht kann, ist schnell Ersatz gefunden.“

Sehr am Herzen liegt Draeger, weitere Fahrer für den Bürgerbus gewinnen zu können. Auch die Vorteile des Busses für die Fahrgäste werden oft unterschätzt: „Wer nach Sottrum zum Einkaufen fährt, ist schon nach rund zwei Stunden wieder zu Hause“, hebt er hervor. Dabei kostet der Dienst deutlich weniger als die Fahrt mit dem eigenen Auto.

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