Performance-AG feilt an etwas anderem Stück

„Kullerauge und Rumpfnase“

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Die Kunstfiguren leben alle auf ihrem eigenen Planet. Jetzt wollen sie die Oberschule kennenlernen und schauen im Schulalltag vorbei.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Das Chaos in der Turnhalle ist nicht zu übersehen. Überall liegen Papierfetzen auf dem Boden herum – zerrissene Zeitungen um genau zu sein. Doch was nach einem bösen Schülerstreich aussieht, hat eine ganz einfache Erklärung. Das alles gehört zu den Requisiten der Performance-AG der Sottrumer Oberschule.

Diese steckt gerade mitten in den Proben für die Aufführung des etwas anderen Stückes am Freitag um 19 Uhr in der Turnhalle der Schule. Die Performance-AG gibt es erst seit diesem Schuljahr und dem Ganztagsangebot an der Schule an der Wieste. Die 60 Jungen und Mädchen der fünften Klasse hatten nach den Sommerferien die Möglichkeit, sich eine der vier Gruppen innerhalb der AG auszusuchen. Jeden Dienstag ging es dann in kleinen Kreisen darum, Ideen und Vorschläge für ein gemeinsames Stück zu finden. Und für jeden ist etwas dabei: eine Musik-, Sport-, Kunstfiguren- und Bühnenbildgruppe.

Die Kinder aus dem letzten Team sind für die zerfetzten Zeitungen verantwortlich. Denn ein klassisches, langweiliges Bühnenbild – das gibt es bei der Performance-AG nicht. Alles ist in Bewegung und so stellen die Schüler auch ihr Bühnenbild da. „Da gibt es auch schon einmal einen Klopapier-Weitwurf“, verrät Kunsttherapeutin Sara Schwienbacher, die das Projekt leitet.

Wichtig ist Schwienbacher, dass die Kinder selbst entscheiden dürfen, wie ihre Rolle aussehen soll. Und so überrascht es nicht, dass die Jungen und Mädchen auch die Szenen selbst entwickeln und Ideen für die Kostüme sammeln. „Das ist ein Experiment“, so Schwienbacher, „und etwas völlig schuluntypisches. Wir wissen am Anfang nämlich nicht, wo es hingeht.“ Das Stück – heißt es – zeige sehr gut, „die Welt in der wir leben“, so die Kunsttherapeutin. Es sind unterschiedliche Welten darin vereint.

Gemeinsam mit den Lehrerinnen Claudia Hillger, Melitta Zimmermann und Katharina Webendörfer sowie Nicole Tews, die als Praktikantin von der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg zur Unterstützung bei dem Projekt dabei ist, hat Schwienbacher jetzt die Projektwoche lang Zeit, um die einzelnen Teile der vier Gruppen zusammenzuführen. Und das sieht nach zwei Tagen Proben schon recht gut aus. Zwar geht es noch etwas chaotisch zu, und nicht jeder Schüler weiß genau, wo er stehen muss, doch diese Kleinigkeiten schafft die Kunsttherapeutin bis zur Aufführung am Freitag auch noch aus dem Weg. Los geht es um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende aber gern gesehen.

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