Park am Eichkamp

Park in Sottrum: Neugestaltung verzögert sich weiter

Ein großer Ast liegt auf altem Laub
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Am Rande des Sottrumer Parks am Eichkamp sollten eigentlich Spielgeräte aufgebaut werden, doch der Landkreis hat das Vorhaben erst einmal unterbunden. Die Gemeinde muss umplanen.

Der Park am Eichkamp in Sottrum muss noch ein paar Monate auf seine Erneuerung warten. Die Untere Naturschutzbehörde hat die ursprünglichen Pläne unterbunden.

Sottrum – Schon seit Jahren plant die Gemeinde Sottrum die Umgestaltung des Parks am Eichkamp – im Volksmund auch gerne mal Eichpark genannt. Doch erneut hat das Vorhaben einen Dämpfer einstecken müssen. Wie Gemeindedirektor Holger Bahrenburg unlängst dem Bau- und Planungsausschuss des Gemeinderates mitteilen musste, hat nun die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Rotenburg einen Strich durch das Vorhaben gemacht. Der geplante Mehrgenerationenspielplatz im bewaldeten Rand des Parks darf dort nicht hin.

Verschiedene Tierarten, die in dem Wäldchen leben, sollen geschützt werden, erläutert Bahrenburg das Schreiben aus dem Rotenburger Kreishaus gegenüber der Redaktion. Unter anderem würden dort Eulenspechte leben, weshalb in den Wald nicht eingegriffen werden dürfte. Mittlerweile sei man dabei, mit den Planern eine alternative Gestaltung des Parks auszuarbeiten. Der Spielplatz würde dann auf die Grünfläche wandern. So oder so: Das Projekt wird sich ein weiteres Mal verzögern, nachdem man bereits im vergangenen Jahr die entsprechenden Haushaltsmittel in dieses Jahr verschoben hatte, da man keine Aussicht auf eine kurzfristige Umsetzung hatte und sparen wollte.

Gedanken um die Umgestaltung des Parks am Eichkamp in unmittelbarer Nachbarschaft zur St.-Georg-Kirche, zum Rathaus und der Grundschule am Eichkamp gibt es bereits seit Mitte 2019. Seitdem will man die Grünanlage wieder mit mehr Leben füllen. In der Tat, der Park lädt nur wenig zum Aufenthalt ein. Er wirkt mehr wie eine Durchgangsstation, nur Schülergruppen scheinen sich dort etwas regelmäßiger aufzuhalten.

Ein Planungsbüro wurde damit beauftragt, sich das neue Gesicht des rund 12 000 Quadratmeter großen Areals auszumalen. Er soll öfter für Veranstaltungen genutzt werden, lautet eine Idee. Dafür ist ebenfalls immer wieder im Gespräch, das alte Backhaus, das wegen des neuen Europäischen Kultur- und Heimathauses auf dem Heimathausgelände zurückgebaut werden musste, als kleines Technikhaus im Park am Eichkamp wieder aufzubauen. Außerdem ist der Mehrgenerationenspielplatz angedacht. Rund eine viertel Million Euro sind kalkuliert, das meiste soll über Fördermittel wieder in die Gemeindekasse reinkommen.

Der Mehrgenerationenspielplatz soll, wie der Name schon sagt, allen Altersgruppen angepasst sein – egal ob Kindern oder Senioren. Er sollte sich nach alter Planung in zwei Teile gliedern lassen: Ein sogenannter Trainingspfad, der aus einzelnen Übungsstationen besteht, die sowohl für Jugendliche als auch für Senioren geeignet sind. Zudem wurde ein Kletterparcours mit unterschiedlichen Balancier- und Kletterelementen vorgeschlagen. Es hätte sich eine Kletterstrecke durch die Bäume gebildet.

Nun muss man sehen, wie der Spielplatz seinen Platz finden wird, ohne zu viel Fläche für Veranstaltungen zu „verbrauchen“. Auf jeden Fall gibt es eine Extrarunde im Bauausschuss, die soll im Juni über die Bühne gehen, dann gibt es auch die Ergebnisse aus der Neuplanung, so Gemeindedirektor Bahrenburg. Es sei ohnehin absehbar gewesen, dass die Bauarbeiten – immerhin bereits mit einem Jahr Verspätung – in diesem Frühjahr nicht mehr hätten beginnen können. Bahrenburg geht von einer nochmaligen Verzögerung von zwei Monaten aus – „wenn die Politik den veränderten Plan mitträgt“.

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