„Oskar legt ein Ei“: Unterhaltsames Theaterstück nicht nur für Kinder

Zuschauer aus dem Häuschen

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Bauer Oskar (Andreas Taube) spannt die Katze (Tina Reiners) und den fremden Kater (Kathrin Schlohen, r.) ein.

Sottrum - Von Bettina Diercks. Irre unterhaltsam, nicht nur für Kinder, ist die „tierische“ Geschichte „Oskar legt ein Ei“, die am Sonnabend in Sottrum Premiere feierte. Ins Zeug legten sich dafür die Darsteller des Märchentheaters des Turnvereins Sottrums.

Bauer Oskar (Andreas Taube) hält nichts davon, selbst zu arbeiten und lässt seine Tiere schuften. Dabei dröhnen heftige Schnarchgeräusche durch den Saal. Geplant war das in der Lautstärke nicht, aber so etwas kann bei einer Premiere passieren und hat einen erheiternden Faktor.

In einer kurzen Wachphase ruft Oskar seine Tiere zusammen, beschimpft sie als Nichtsnutze und treibt sie zur Arbeit an. Was er nicht begreift: Er teilt ihnen Aufgaben zu, für die sie von Natur aus gar nicht bestimmt sind. Der Esel (Andrea Kruse) soll im Keller Mäuse fangen, die Henne (Monika Oelkers) dafür Lasten schleppen, der Hund (Lydia Willenbrock) soll jeden Tag ein Frühstücksei legen und die Katze (Tina Reiners) den Hof bewachen. Was für eine verdrehte Welt.

Das finden auch die Tiere, die sich über den dummen Bauern ärgern und davon träumen, das alles einmal ändern zu können. Nur wie? Während Hund, Esel und Katze recht entspannt wirken, flattert die Henne faszinierend hektisch und erheiternd nervtötend über die Bühne. Eindrucksvoll schreit sie um Hilfe, als sie ein Ungeheuer mit glühenden Augen auf dem Hof entdeckt. Keins der anderen Tiere glaubt ihr, nur die Kinder im Publikum schreien, was das Zeug hält, zeigen wiederholt auf das Versteck.

„Wir haben ja schon viel mit Kindern gemacht, aber das haben wir so noch gar nicht erlebt. Die haben die Darsteller ganz durcheinander gebracht“, sagt Regisseurin Maren Bischoff in der Pause und lacht. Alle Rollen werden wunderbar umgesetzt, unterstützt durch eine wundervolle, sehr professionell wirkende Maske (Jessika Blaszkiewicz, Robert Werner) und tolle Kostüme.

Das Ungeheuer entpuppt sich als fremder Kater (Kathrin Schlohen), der sich auf dem Oskarhof eingeschlichen hat. Der Bauer ist angetan von ihm. Künftig soll er den Aufpasser spielen und die Tiere antreiben. Nur bellen kann er nicht. Der wütende Oskar hetzt den Kater durch den Zuschauerraum und landet dabei in der Falle der Tiere. In der Kiste wollen sie ihn gefangen halten, bis er ein Ei legt.

Aber Oskar bezirzt die Henne mit dem Versprechen sich zu bessern so lange, bis sie ihm ein Ei legt. Das tut sie und beschert der Geschichte ein Happy End.

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