Ausschuss für Parkverbot auf der Mühlenstraße

Stuckenborstel: Ordnungsgemäßer Verkehr unmöglich?

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Die Mühlenstraße ist schmal. Besucher missbrauchen die Ausweichflächen gerne als Parkplätze. Das soll sich ändern.

Stuckenborstel - Von Matthias Röhrs. Die Mühlenstraße in Stuckenborstel hat sich nach Ansicht der FDP-Fraktion im Sottrumer Gemeinderat zu einem Problemfall entwickelt. Die Ausweichflächen an der schmalen Straße würden als Parkflächen missbraucht werden, hieß es am Montag im Umwelt- und Wegeausschuss. In kritischen Fällen können entgegenkommende Fahrzeuge nicht aneinander vorbei. Nun soll ein Parkverbot Abhilfe schaffen. Doch das ist eigentlich keine Sache der Gemeinde. Der Landkreis hält eine Beschilderung für unnötig.

Heinz-Wilhelm Oetjen, der für die Liberalen den Antrag auf ein Parkverbot erörterte, übte auch gleich einmal Kritik an der Sanierung der Straße vor einigen Jahren per se. Die Straße sei zu schmal. Auch Lühr Klee von den Grünen griff den Sachverhalt nochmal auf. „Wir haben damals für Parkplätze plädiert, aber sie waren nicht gewollt.“ Auch er habe Probleme auf der Straße ausgemacht. Insbesondere Landwirte, die in Richtung Wümmewiesen unterwegs sind, hätten mit ihren breiten Fahrzeugen teilweise Schwierigkeiten, durch die Mühlenstraße zu kommen. Laut Oetjen sei kein ordnungsgemäßer Verkehr in diesem Bereich möglich. Zudem kämen manche Anwohner nicht von ihren Grundstücken, wenn viele Autofahrer dort parken.

Der Umwelt- und Wegeausschuss stimmte am Montag dafür, die Mühlenstraße mit Parkverbotsschildern auszustatten. Allerdings kann die Gemeinde Sottrum dieses Anliegen nicht selbst durchführen. Das Aufstellen von Schildern geschieht auf Anordnung des Landkreises. Dieser hätte allerdings laut Gemeindedirektor Holger Bahrenburg eine andere Sichtweise auf die Situation. Die Straße sei so schmal, dass ohnehin ein Parkverbot bestehe. Es sei selbsterklärend, habe der Landkreis mitgeteilt.

Die Sottrumer Verwaltung selbst sei ebenfalls für eine Beschilderung, so Eckhardt Behrens, Leiter der Bauabteilung im Rathaus. Obwohl es nur Enthaltungen und keine Gegenstimmen zum Antrag der FDP gab, äußerten einige auch Kritik. Klee zum Beispiel glaubt, dass man mit einem Parkverbot die Anlieger gegen sich aufbringen werde, da Besucher ganz offiziell weiter entfernt parken müssen.

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