Kulturinitiave Sottrum zeigt „Ich bin dann mal weg“

Open-Air-Event im Sottrumer Eichpark

Die Organisatorin Astrid Schwarze-Bruns (M.) mit ihren Nachfolgerinnen Marlis Musfeldt (l.) und Marlies Hübner Klee. - Foto: Stahl

Sottrum - Von Heidi Stahl. Ein Sommerabend wie gemalt – laue Lüftchen, sommerliche Temperaturen, ein wolkenloser Himmel und die frischgemähte Wiese umrahmt von den alten Eichen, das waren die Zutaten für „una festa sui prati“. Dieses Lied von Adriano Celentano kam einem unwillkürlich in den Sinn, als die Gäste zum Open-Air-Kino in den Sottrumer Eichpark strömten.

Mit Bollerwagen, Picknickkörben, Decken, Camping- und Gartenstühlen in jeglicher Form und Farbe füllten ab 20 Uhr an die zweihundert Zuschauer die Wiese vor der großen Leinwand. „So viele Zuschauer hatten wir in all den Jahren noch nie,“ berichtete die Organisatorin Astrid Schwarze-Bruns von der Kulturinitiative Sottrum erfreut.

Für sie bedeutete dieser Abend auch einen Abschied von ihrer jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit für dieses Event. Sie wird, Hausbau bedingt, aus Sottrum wegziehen. Doch die Nachfolger, die sie freudestrahlend an diesem Abend vorstellen konnte, stehen schon bereit: Marlis Musfeldt und Marlies Hübner-Klee treten in ihre Fußstapfen.

Es sei gar nicht leicht gewesen, jemanden zu finden, der diese viele Arbeit und Organisation übernehmen wollte. Doch der Erfolg dieses Abends wird die beiden Neulinge beflügeln, den Sottrumern auch in Zukunft solch ein gemeinschaftliches, kulturelles Erlebnis zu bieten.

Mit Einbruch der Dunkelheit und als sich die Gäste mit den von den Mitgliedern der Kulturinitiative vorbereiteten diversen Snacks, Fingerfood und Getränken gestärkt hatten, alle Bekannten begrüßt und alle Klönschnacks gehalten worden waren, konnte Thomas Riemer von der Kulturinitiative Rotenburg (KIR) langsam seinen Beamer in Gang setzen. Zuvor waren die beiden Neu-Organisatorinnen durch die Reihen gegangen, um das Eintrittsgeld einzusammeln und hatten in schönster Disco-Manier den Gästen einen Stempel als Quittung auf die Hand gedrückt, was zu vielen Lachern führte, da der Stempel ziemlich große Ausmaße hatte.

Mit zwei ironisch angehauchten Vorfilmen, „Nazi Goreng“ und „Doris“, begann dann die Vorführung auf der Leinwand und danach konnte sich Hape Kerkeling, alias Dewid Striesow, zur bekannten Anfangsmusik „Das ganze Leben ist ein Quiz“ auf den Jacobsweg machen. All seine Eindrücke, Begegnungen, kleinere und größere Katastrophen mit Blasen an den Füßen oder Wolkenbrüchen oder auch seine Gedanken über Gott und die Welt schildert der Film über den gesundheitsbedingt zum Aussteigen und Innehalten vom beruflichen Stress gezwungenen Entertainer. Für die Besucher war es Entspannung pur und ein großartiges Erlebnis an einem lauen Sommerabend, das sie wohl in außerordentlich guter Erinnerung behalten werden.

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