Ohne eigenen Pastor

In der Sottrumer Zionsgemeinde übernehmen die Mitglieder

Pastor Carsten Voß übergibt Schlüssel an Bischof Hans-Jörg Voigt.
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Bei der Kirchenweihe im Juli übergibt Vakanzpastor Carsten Voß (r.) den Schlüssel an Bischof Hans-Jörg Voigt. Erst im nächsten Sommer wird der neue Pastor Ullrich Volkmar seine Arbeit aufnehmen.

Seit April hat die Sottrumer Zionsgemeinde keinen eigenen Pastor. Man weiß sich zu helfen. Nächstes Jahr kommt ein Neuer.

Sottrum – Ende April verabschiedete sich Johannes Rehr, zehn Jahre Pastor der Sottrumer Zionsgemeinde, die der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) angehört, in den Ruhestand. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass zu diesem Zeitpunkt unser neuer Pastor Ullrich Volkmar schon unsere Berufung angenommen hatte“, berichtet Kirchenvorsteher Christoph Schmidt-Dahl.

Dennoch, die Sottrumer SELK-Gemeinde steht seitdem ohne eigenen Pastor dar. Und wird es auch noch einige Zeit weiter tun. Wie kommt die kleine Kirchengemeinde damit zurecht?

Neuer Pastor will erst zu Ende ausbilden

In der SELK ist es vorgesehen, dass eine Gemeinde einen Pastor beruft. Dies erfolgt in Abstimmung mit der Kirchenleitung in Hannover. „Da es jedoch sein kann, dass der Wunschkandidat die Berufung nicht annimmt, gibt es Gemeinden, bei denen mehrere Berufungen erfolglos waren und die schon seit mehreren Jahren ohne Pastor sind“, erklärt Schmidt-Dahl. Obwohl es bei der Zionsgemeinde im ersten Versuch eine Zusage gab, gibt es einen Wermutstropfen: Da Ullrich Volkmar in seinen jetzigen Gemeinden Veltheim (Porta Westfalica) und Talle (Kreis Lippe) noch einen Vikar ausbildet und diese Ausbildung erst abgeschlossen sein soll, wird sich die Zionsgemeinde bis zum nächsten Sommer gedulden müssen.

Trotzdem geht das kirchliche Leben mit dem gerade erst neu eröffneten Gotteshaus in Sottrum weiter. So werden viele Gottesdienste von eigenen Gemeindemitgliedern als Lektorengottesdienste gehalten. Doch das bedeutet Einschränkungen. Da das Abendmahl nur ein ordinierter Pfarrer vornehmen darf, wird dieses in der Vakanzzeit nur alle zwei Wochen gefeiert. „Die Einsätze koordiniert unser Vakanzpastor Carsten Voß, dessen Gemeinden Rotenburg und Verden sind“, sagt der Kirchenvorsteher.

Arbeiten sind auf viele Schultern verteilt

In diesem Zusammenhang wurden vom Kirchenvorstand die derzeitigen Verantwortlichkeiten eines Pastors analysiert. Um Konfirmandenunterricht brauchte sich der Vorstand dabei keine Gedanken machen, da erst im kommenden Frühjahr die nächsten Konfirmanden an den Start gehen. „Vieles konnten wir auf die Gemeinde verteilen, sodass sich der Pastor auf geistliche Dinge, die Seelsorge und die Organisation der Gottesdienste konzentrieren kann“, betont Christoph Schmidt-Dahl.

Auch die Abendgebete, die jeden Samstag um 18 Uhr in der Anfang Juli geweihten Christuskirche stattfinden, werden in Eigenregie durchgeführt. Übrigens: Damit sich interessierte Bürger ein Bild von der neuen Christuskirche in der Marconistraße machen können, wird es am Sonntag, 12. September, einen Tag der offenen Tür geben. „An diesem Tag finden um 9.30 und um 11 Uhr jeweils Gottesdienste statt. Die weiteren Programmpunkte stehen noch nicht fest, es werden aber den ganzen Tag Gemeindeglieder vor Ort sein“, so der Kirchenvorsteher.

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