Offene Ohren und Herzen

Wildes Blech, Thomas Zwijsen und Wiki Krawczyk begeistern in der St.-Georg-Kirche

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Sorgten wieder für eine volle Sottrumer Kirche: Benjamin Faber und Wildes Blech.

Sottrum - Wie groß der Unterschied zwischen einem Internetvideo und einem echten Auftritt sein kann, hat eine voll besetzte St.-Georg-Kirche beim „Rock den Georg“ mit Wildes Blech und zwei ganz besonderen Gästen erlebt. Als das Sottrumer Bläserensemble nach rund einer Stunde Spielzeit ihr erstes Set beendet hatte und die Kirche für eine Pause verließen, mussten die Zuschauer noch einmal genau nachsehen, ob Schlagzeuger Roland Stegmann, wirklich nur zwei Arme hat. Denn er hatte mit einem Schlagzeugsolo dem finalen Stück „I was made for loving you“ von Kiss eine Extraportion Wucht und Schmackes verliehen.

Der zündende Funke, der dafür sorgte, dass das Publikum sich von den Kirchenbänken erhob und endlich deutlich zeigte, wie begeistert es doch schon die ganze Zeit gewesen ist. Eine Stunde, in der die mehr 40 Musiker zeigten, dass auch Hardrock und Heavy Metal von einem Blasorchester gespielt werden kann. Und dass man diese Musik einer breiteren Masse zugänglicher machen kann, ohne dabei auf der anderen Seite die Freunde der harten Gangart zu verprellen. Das machten sie derart mitreißend, dass sogar ein im Radio zu Tode gedudeltes „Wind of Change“ endlich nicht mehr langweilig klingt. Und nach dieser ersten Stunde fragte man sich vielleicht, ob das Gesehene und Gehörte noch zu toppen sei.

Das war es. Denn es folgte der Auftritt der beiden Gäste Thomas Zwijsen (Gitarre) und seiner Verlobten, der Violinistin Wiki Krawczyk. Musikalisch auf einem sehr hohen Level hatten sie im Prinzip das gleiche Anliegen wie die Gastgeber von Wildes Blech: Den Kern der Musik zu nehmen und in ein anderes Gewand zu kleiden.

Die Gäste beim „Rock den Georg“: Thomas Zwijsen und Wiki Krawczyk. Auch sie überzeugten das Publikum restlos.

In diesem Fall war es eine Mischung aus Klassik, Flamenco und allem, was das Herz eines Heavy Metal- oder Hardrockfans begehrt. Gerne mit Stücken von Iron Maiden, der absoluten Lieblingsband von Zwijsen. Und so öffneten auch sie die Ohren und Herzen des Publikums für eine Musik, die es im Original höchstwahrscheinlich weder kannte noch hören würde.

Nachdem nun also diese beiden Künstler das Publikum zunächst allein begeisterten, spielten sie anschließend zwei Stücke gemeinsam mit Wildes Blech. Wobei „Final Countdown“ von Europe für Gänsehautmomente sorgte. Der nicht enden wollende Applaus führte zu zwei Zugaben von Zwijsen und Krawczyk, bei denen sie das Kunststück fertig brachten und noch eine Schippe drauf-legten. Danach spielte Wildes Blech noch drei weitere Zugaben.

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