Kurzfristig keine näheren Informationen für Horstedt zu Windrad-Anlagen

„NWind“ lässt auf sich warten

Bürgermeister Michael Schröck hatte zwar Infos über die geplanten Windräder dabei, doch es soll eine Präsentation direkt über die „NWind“ erfolgen.
+
Bürgermeister Michael Schröck hatte zwar Infos über die geplanten Windräder dabei, doch es soll eine Präsentation direkt über die „NWind“ erfolgen.

Winkeldorf – Die Entscheidung, wie sich der Horstedter Gemeinderat zu den im benachbarten Landkreis Verden bei Benkel beantragten Windrädern positionieren wird, wurde verschoben. „Die Firma ,NWind‘ hatte dem Rat zugesagt, dass sie den Bürgern das Projekt vorstellen wird“, erklärte Harald Wellmann (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Rates. Ursprünglich sollte dies bei der Ratssitzung erfolgen, doch witterungsbedingt verschoben die „NWind“-Mitarbeiter die geplante Fahrt von Hannover nach Winkeldorf.

Da im Landkreis Verden das regionale Raumordnungsprogramm, bei dem der Standort ausgeschlossen worden war, durch einen Gerichtsbeschluss außer Kraft gesetzt wurde, ist der Bau der drei beantragten „Spargel“ derzeit nicht mehr ausgeschlossen. „Wir haben bei den Windrädern aber keine Handhabe, denn von uns wurde keine Stellungnahme angefragt“, so Bürgermeister Michael Schröck (SPD) einleitend. Aber die Gemeinde Horstedt besitzt in dem Gebiet zwei Wege, für die ein Nutzungsvertrag mit „NWind“ abgeschlossen werden müsste.

Obwohl die Entscheidung über den Nutzungsvertrag ausgesetzt wurde, wollte sich Dieter Szczesny (Grüne) bei den zahlreichen Besuchern der Ratssitzung „gerne ein Meinungsbild einholen“. Dabei wurde der Schutz von Flora und Fauna, „die in diesem zusammenhängenden Gebiet intakt ist“ genauso als Gegenargument angeführt wie zu geringe Abstände zur Wohnbebauung in der Gemeinde Horstedt und auch ein in Winkeldorf gewünschtes Baugebiet, das durch die Windkrafträder in Blickweite an Attraktivität verlieren würde. Der Christdemokrat Werner Dannigkeit wollte zwar nicht „als bad boy dastehen“, erinnerte aber daran, dass Windräder politisch und gesellschaftlich gewollt seien und meinte: „Aber nicht vor der eigenen Haustür. So können wir die Energiewende nicht schaffen.“ Auch er begrüßte, wie auch die anderen Kommunalvertreter, einen Termin, bei dem „NWind“ die Pläne präsentiert. „Dann sehen die, welcher Wind ihnen entgegen weht“, so Werner Dannigkeit.

Ebenfalls einstimmig fiel die Abstimmung zugunsten des Lagerhallen-Anbaus der Firma Aries Umweltprodukte aus. Die in Stapel beheimatete Firma hat derzeit eine Bauvoranfrage laufen, die bisherige 523 Quadratmeter große Lager- und Kommissionierhalle um einen Anbau mit 1 077 Quadratmeter zu erweitern. „Wir wollen der Firma die Möglichkeit zur Erweiterung geben“, äußerte sich Michael Schröck zu dem Vorhaben. Auch Werner Dannigkeit und Doris Heitmann (SPD) gaben positive Voten ab. „Das Vorhaben wurde schon vor einem Jahr angekündigt. Wir möchten nicht auf die Firma Aries verzichten“, schloss sich Harald Wellmann an.

Bei der Stellungnahme zur Erweiterung des Sandabbaus in Horstedt wurde die von Dieter Szczesny beantragte Ansaat mit mehrjährigen Blühmischungen, die nicht nur Verwehungen und Staubbelastungen verringern soll, sondern auch Insekten ein Areal bieten, aufgenommen. Auch das Schreiben von Klaus Lüdemann, dessen Wohnhaus an das Sandabbaugebiet grenzt, in dem dieser erhebliche Bedenken äußert, soll der Stellungnahme beigefügt werden. Ebenfalls einstimmig wurden die Änderung der Kindergartensatzung und die Vergabe eines Auftrages beim Umbau des Tine-Meyer-Hauses beschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Landkreis sucht Fachkraft für den Vertretungsstützpunkt

Landkreis sucht Fachkraft für den Vertretungsstützpunkt

Landkreis sucht Fachkraft für den Vertretungsstützpunkt
Filmdreh mit Heimvorteil – übers Aufwachsen auf dem Land

Filmdreh mit Heimvorteil – übers Aufwachsen auf dem Land

Filmdreh mit Heimvorteil – übers Aufwachsen auf dem Land
Leon Radermacher erlebte die Flut an der Ahr mit und ist in Nindorf zu Gast

Leon Radermacher erlebte die Flut an der Ahr mit und ist in Nindorf zu Gast

Leon Radermacher erlebte die Flut an der Ahr mit und ist in Nindorf zu Gast
Leipzig, München, Rotenburg

Leipzig, München, Rotenburg

Leipzig, München, Rotenburg

Kommentare