Nach dreitägigem Workshop

Grandiose Abschlussshow von Schülern der Oberschule 

Im ersten Teil der Show zeigen die Young Americans Auszüge aus ihrem Programm. - Foto: Stahl

Sottrum - Von Heidi Stahl. Schon bei den Proben gab es immer wieder kleine Meetings, bei denen die Direktorin der Young Americans, Mindy Broadley, die heterogene Gruppe der vielen Schüler aller Jahrgangsstufen auf ihre ganz eigene Art zu motivieren wusste.

In einer Turnhalle 130 agile Jugendliche zum konzentrierten Zuhören zu vereinen, erscheint fast unmöglich. Doch war es bei den Worten von Mindy Broadley mucksmäuschenstill. Sie verstand es, den Oberschülern eine innere Begeisterung an der Performance zu vermitteln und ihr Vertrauen in das eigene Können zu steigern.

„Nur wenn ihr selbst Magie über euer Spiel ausstrahlt, dann erreicht ihr das Publikum. Nur ihr allein habt es in der Hand die Zuhörer mitzureißen, durch eure eigene Überzeugung, dass ihr gut seid.“ So stärkte sie das Selbstvertrauen der Workshop-Teilnehmer, die zu Beginn am Montag ganz bei Null angefangen haben, dieses temperamentvolle Bühnenprogramm für den Abschlussabend gemeinsam mit den kalifornischen Studenten zu entwickeln und zu proben.

Was den Zuschauern auf den Rängen der vollbesetzten Turnhalle am Bullenworth dann geboten wurde, war wirklich großes Kino. Dieses Großaufgebot von Jugendlichen, die synchron gemeinsam tanzten und sangen und dabei eine unbändige Lebensfreude auf das Publikum übertrugen, brachte die ganze Halle zum Beben. Im ersten Teil der Abschlussshow zeigten die vierzig Musical-Studenten aus Kalifornien einen Querschnitt durch ihr eigenes Programm mit Broadway-Musicals und bekannten Songs auf einer Zeitschiene von den 40er-Jahren bis zur Gegenwart.

Dabei kamen alle Musik- und Tanzrichtungen in effektvoller Choreografie zum Einsatz. Es gab Stepptanz wie bei Fred Astaire und Ginger Rogers mit „I got music“ von George Gershwin, Bebop und Rock’n’Roll, Breakdance mit „Ain’t no sunshine“, Elvis-Lieder mit „Jailhouse Rock“ und „Hound dog“ bis hin zum Saturday Night Fever und zur „Dancing Queen“ von Abba; und das alles mit atemberaubenden Rhythmus und Temperament vorgetragen und blitzschnellem Kostümwechsel in farbige Gesamtbilder verwandelt.

Zwischendurch animierten die Young Americans auch die Zuschauer zum Mitsingen, die sich auch ohne Zögern anstecken ließen von der überbordenden Fröhlichkeit der jungen Künstler. Die Halle tobte mit Applaus und begeisterten Zurufen. Mit „Somewhere over the rainbow“ beschlossen die Musical-Studenten den Teil ihrer Darbietungen und zeigten damit auch die leiseren und romantischen Aspekte einer solchen Show.

Nach einer kurzen Pause kam der Höhepunkt des Abends. 130 Wieste-Schüler in lindgrünen, petrolfarbenen und violetten T-Shirts vereinten sich zu einem homogenen Chorus und zeigten im blitzschnellen Wechsel immer wieder neue Choreografie-Bilder zu mitreißender Musik wie „Footloose“ oder „We are the world“.

Vor den verschiedenfarbigen Gruppen als Background traten einzelne Schüler mit Soloparts auf und bewiesen bewundernswerten Mut, vor so vielen Zuhörern beispielsweise den Beatles-Song „Imagine“ zu performen. Zum grandiosen Abschluss vereinten sich dann alle mit Szenen aus dem „König der Löwen“ mit Trommelklängen und hohen Bambusstäben, die in der Choreografie das Bild eines wogenden Urwalds boten.

Nach dem nicht enden wollenden Applaus bedankte sich Schulleiter André Barth herzlich und fast ergriffen bei all den vielen Helfern, Sponsoren, Gasteltern, den Lehrerinnen Melitta Zimmermann und Katharina Webendörfer, die selbst in den Gruppen als Akteure mitgemacht hatten, und Birgit Gundlach vom Schulförderverein, ohne die eine solche Aktion überhaupt nicht zu bewältigen und durchzuführen gewesen wäre.

Young Americans in Sottrum 

Mindy Broadley als Direktorin der Young Americans erinnerte an ihre Voraussage am ersten Tag des Workshops, dass aus Fremden Freunde werden würden, was sich bewahrheitet hat. Die 130 Schüler werden diese Zeit aus ihrem Schulleben niemals vergessen und nehmen eine unersetzbare Erfahrung und gestärktes Vertrauen in die eigene Leistung mit.

So fing der Workshop an 

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