„Nudel-Oper“ im Ahauser Café Kränzchen / Drei-Gänge-Menü mundet den Gästen

Große Gefühle mit Menü und Musik

Die Gastgeberinnen mit einer Auswahl ihrer Produkte (v.l.): Lucia Böhling, Antje Schäfer, Tatjana Bach und Antonett Briese.
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Die Gastgeberinnen mit einer Auswahl ihrer Produkte (v.l.): Lucia Böhling, Antje Schäfer, Tatjana Bach und Antonett Briese.

Ahausen - Im Ahauser Café Kränzchen vereinten sich am Samstagabend Koch- und Sangeskunst zu einer „Nudel-Oper“. Die Gäste konnten bei einem Schlemmeressen mit allen Sinnen genießen. Zwischen den einzelnen Gängen bot Tatjana Bach, Sopranistin und Heilpraktikerin, Arien sowie Lieder von Barock bis Romantik dar. Am Klavier wurde die Ahauserin dabei von Ulrich Sprenger, Dozent und Pianist an der Bremer Hochschule für Künste, begleitet.

Seit 2007 führt Antje Schäfer den Erlebnisbauernhof mit Café und Hofladen und bietet neben der Gastronomie auch Schulklassen und Radwanderern Aktionen an. Kinder können hier erleben, wie Gänse, Hühner, Schafe und Schweine in einer natürlich belassenen Umgebung leben. Es gibt Übernachtungen im Heu, Projekttage, bei denen man erfahren kann, was sich aus der Wolle der Schafe, den Federn der Gänse oder den Borsten der Schweine alles herstellen lässt.

Am Wochenende hatte sich die Ahauserin zwei weitere Landfrauen zur Unterstützung ihres „Nudel-Opern“-Abends geholt: Lucia Böhling stellt auf ihrem Hof in Borchel ihren eigenen Käse her, während Antonett Briese in Lilienthal eine Nudelmanufaktur mit handgefertigten Nudeln aus Demeter-Weizengrieß führt.

All diese Produkte fanden sich nun in dem Drei-Gänge-Menü wieder. Schon das reichhaltige Vorspeisenbuffet bot mit Datteln, die mit dem Speck der eigenen Schweine umwickelt waren, dem mit verschiedensten Frischkäse gefülltem Gemüse oder mit Pesto aus der Nudelmanufaktur und selbstgebackenem Brot einen schmackhaften Querschnitt durch die Bio-Produktpalette der drei Frauen. Dann verkürzte die Sopranistin Tatjana Bach mit der Puccini-Arie „O mio babbino caro“ sowie der Arie der Almirena von Händel mit voluminöser Stimme und schauspielerischen Talent den Gästen die Wartezeit auf den Hauptgang. Hier konnte man sich die Nudeln in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, wie beispielsweise Chili oder Basilikum, zu den Fleisch- und Gemüsegerichten selbst aussuchen, die dann von Antonett Briese vor den Augen der Gäste zubereitet wurden.

Mit den Arien „Una voce pocco fa“ aus dem Barbier von Sevilla und dem anrührenden „Il baccio“ von Luigi Arditi leitete Bach dann zum fantastischen Dessert über und wurde mit langanhaltenden Beifall belohnt. Dieser Abend mit leiblichen und musikalischen Genüssen war etwas Besonderes – und ein Vorzeigebeispiel dafür, wie Kultur auf dem Land funktionieren kann.

hs

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