Notwendigkeit unklar

Uneinigkeit über die Sperrung des Uhlenkampwegs

Viele Autofahrer nutzen den Uhlenkampsweg als Abkürzung zwischen Sottrum und Clüversborstel. - Foto: Röhrs

Sottrum/Clüversborstel - Von Matthias Röhrs. Es ist eine Straße, die viele gerne als Abkürzung nutzen. Doch eigentlich ist der Uhlenkampsweg zwischen Sottrum und dem östlichen Rand von Clüversborstel nur als Wirtschaftsweg für Landwirte gedacht, für den regulären Verkehr gibts die Alte Clüverstraße. Einige wollen ihn gerne gesperrt wissen, doch die beteiligten Gemeinden sind verschiedener Meinung.

Der Rat der Gemeinde Reeßum, auf deren Gebiet der ungefähr die Hälfte des Uhlenkampsweg hatte schon im Dezember angeregt, die Verbindungsstraße nach Sottrum nur noch für Anlieger zu öffnen.

Das Problem sei vor allem, dass der Weg nur einspurig befahrbar sei. Häufig habe es die Situation gegeben, dass es zu schwierigen Situationen zwischen Fußgängern oder Fahrradfahrer und Autos kommt, so die Argumentation damals. Dennoch wollte man abwarten, ob der Sottrumer Rat eine Sperrung für den Normalverkehr mittragen würde.

Würde er nicht. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung des Rates am vergangenen Montag. Lediglich die Grünen stimmten für eine Sperrung – ohne sich vorher in die Diskussion einzubringen.

Ansonsten herrschte Einigkeit: Schon der Verwaltungsausschuss hatte sich gegen eine Sperrung ausgesprochen. Hans-Jürgen Brandt (SPD) vermutete, dass die Gemeinde Reeßum so die Kosten für eine Sanierung ihres Streckenabschnittes sparen möchte. Sottrum habe diesen Schritt vor einigen Jahren bereits gemacht. Er schien den Uhlenkampsweg als normale Verkehrsstrecke zu akzeptieren. „Wir sanieren die Straße doch nicht nur für die Landwirte“, sagte er. Nichtsdestotrotz müsse man über eine Verkehrberuhigung nachdenken. Auf lange Sicht ist ein neues Baugebiet am Ortsrand Sottrums im Bereich des Uhlenkampswegs möglich. Auch Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) merkte an, dass man sich die Sanierung der Straße mit einer Sperre auch hätte sparen können.

Reeßums Bürgermeister Marco Körner kündigte gestern auf Nachfrage an, dass das Thema auf der nächsten Reeßumer Ratssitzung auf der Tagesordnung stehen wird. Dann werde entscheiden, wie mit dem Signal umzugehen sei. Ohnehin war laut Beschluss vorgesehen, den Uhlenkampsweg nur mit Zustimmung der Sottrumer durchzusetzen.

Da aber auch damals einige Reeßumer Ratsmitglieder eine Sperrung mit dem Verweis auf den Durchgangsverkehr ablehnten, muss wohl zunächst geklärt werden, für wen die Straße gedacht ist. Dann müsste die Reeßumer Seite wohl auch über eine Sanierung nachdenken.

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