Adventskonzert der Kulturinitiative Sottrum

„Northern Spirit“ sorgt für besondere Klangerlebnisse

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Lichterketten und Kerzen sorgen für passende Stimmung während des Adventskonzerts des Bremer Kammerchors „Northern Spirit“ im Heimat- und Kulturhaus in Hellwege.

Hellwege - Von Heidi Stahl. Mit einer so großen Zahl von erwartungsvollen Zuhörern hatte der Veranstalter und Hellweger Musiker Edwin Bohlmann nicht gerechnet. So mussten zu den liebevoll mit rotem Samt, Tannenzweigen und Kerzen gedeckten Tischen im Heimat- und Kulturhaus in Hellwege noch jede Menge Stühle dazu geholt werden, um die fast 200 Gäste unterzubringen. Auch Jared Chaloon, Leiter des jungen Kammerchors „Northern Spirit“, stellte hoch erfreut fest, dass die Sänger in Hellwege in den vergangenen Jahren noch nie vor so vielen Zuhörern aufgetreten sind.

Mit einem kleinen Hauch Wehmut begann dann das schon zur Tradition gewordene Adventskonzert, denn Jared Chaloon, der seit 2012 diesen Chor leitet, teilte mit, dass er Bremen im kommenden Jahr verlassen wird, um in Berlin anderen Aufgaben nachzugehen.

Mit dem weihnachtlich klingenden „Frohlocket, ihr Völker auf Erden“ des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy eröffneten die 13 jungen Sänger und Sängerinnen diesen Abend, um dann schon mit dem nächsten Lied die Zuhörer mit „Kalkadunga Yurdu“ in die unendlichen Weiten des australischen Buschs zu entführen. 

Diese Ballade des berühmten australischen Didgeridoo-Spielers William Barton, die der Komponist Gordon Hamilton, der Begründer des Chores, schon 1982 für Chorgesang arrangiert hatte, erzählt die Geschichte australischer Ureinwohner, die um ein Lagerfeuer sitzen. All die Geräusche einer Nacht im Outback finden sich in ihr wieder.

Exotische Laute und andere Welten

Mit ihren Stimmen ahmen die Sänger die exotischen Laute von Vögeln und anderer Tiere nach, und auch stimmlich interpretierte Didgeridoo-Klänge versetzen in eine völlig andere Welt. In den weiteren Verlauf dieses unkonventionellen Adventskonzertes hatte der Australier Chaloon deutsche Volkslieder wie „Der Kuckuck und der Esel“ oder „Auf der Schwäbschen Eisebahne“ eingefügt, die er in seiner ihm eigenen Art kompositorisch für den Chor arrangiert hat und so für ein neues Klangerlebnis bekannter Weisen sorgte.

Vor jedem Lied in fremder Sprache, wie bei dem gälischen „Dulaman“, dem lettischen „Immaanuel – Jumal on meiega“ oder dem dänischen „Kender i den om Rudolf“, erzählte einer der Chorsänger einfühlsam den Inhalt der Ballade. So konnte jeder Zuhörer die gesangliche Interpretation verständnisvoll verfolgen und miterleben.

Das von Chaloon komponierte „Sea Feaver“ entführte die Konzertbesucher noch einmal auf den australischen Kontinent und beschrieb einen sonnigen, heißen Nachmittag an der See mit fröhlichen Kinderspielen bis hin in die Abenddämmerung und den gefühlvollen Sonnenuntergang, wobei all diese Bilder und Eindrücke vom Chor lautmalerisch umgesetzt wurden. 

„Ave Maria“ fehlte nicht beim Konzert

Jaret Chaloons Arrangement von „O little Town of Bethlehem“ leitete dann wieder über in die adventliche Stimmung und mit „Maria durch ein Dornwald ging“ oder dem abschließenden „Ave Maria“ von Franz Biebl wurden alle Erwartungen an ein weihnachtliches Konzert Rechnung getragen.

Ein vollauf zufriedenes und begeistertes Publikum ließ die jungen Sänger dann auch nicht ohne drei Zugaben gehen. Dieses achte Konzert in der Reihe von musikalischen Veranstaltungen, die die Kulturinitiative Sottrum für das Heimat- und Kulturhaus in Hellwege organisiert und durchgeführt hat, bildete einen krönenden, ungewöhnlichen und für das Publikum voll zufrieden stellenden Abschluss der Reihe für das Jahr 2018.

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