„Northern Spirit“ begeistert im Hellweger Heimat- und Kulturhaus

Der etwas andere Chor

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Der Bremer Chor Northern Spirit gastierte im Heimat- und Kulturhaus.

Hellwege - Von Heidi Stahl. Mit ihrem Adventskonzert „In the bleak midwinter“ haben die 20 jungen und brillanten Sänger des Bremer Chores „Northern Spirit“ im Heimat- und Kulturhaus Hellwege mehr als hundert Zuhörer begeistert.

Schon beim dem das Konzert eröffnenden „Stille Nacht“ war alles auf den Kopf gestellt. Kein Chor nahm im Bühnenraum Aufstellung, kein Dirigent war zu sehen, aber aus dem abgedunkelten Saal ertönten von allen Seiten die sanften Klänge des traditionellen deutschen Weihnachtsliedes in Variationen und Improvisationen einzelner Stimmen.

Die jungen Sänger und auch ihr Chorleiter Jaret Chaloon hatten sich im ganzen Saal verteilt und verzauberten dicht neben den Zuhörern mit ihren außergewöhnlich klaren Einzelstimmen. Langsam schritten sie während des Gesangs nach vorn und vereinigten sich beim „Schlaf in himmlischer Ruh“ zu dem Gesamtbild des Chores.

Der australische Chorleiter und Komponist Jaret Chaloon hatte den Chor 2012 von seinem Gründer Gordon Hamilton übernommen, der einem Ruf zur Leitung des australischen National Chores in seine Heimat gefolgt war. Dieser Bremer Kammerchor mit 20 jungen Sängern im Alter zwischen 17 und 37 Jahren hat sich traditioneller, zeitgenössischer und volkstümlicher Chormusik im neuen Gewand verschrieben und seine besondere Note in großer Variabilität der Klangfarben und Flexibilität der Dynamik gefunden.

Eigene Kompositionen, wie „Summerstorm“ von Jaret Chaloon, das er im nasskalten norddeutschen Winter mit Sehnsucht an seine australische Heimat geschrieben hat, vervollständigen das breit gefächerte Repertoire. In „Summerstorm“ hört man lautmalerisch Vogelstimmen von einzelnen Sängerinnen und leise Klänge des Digeridoos, nachgeahmt von den a-capella singenden Männerstimmen.

Durch das ganze Programm zog sich an diesem Abend eine getragene Stimmung, die dem Motto „In the bleak midwinter“ (mitten im finsteren, freudlosen und trüben Winter) Rechnung trug und doch Hoffnung brachte durch zeitgenössische Weihnachtslieder, wie das jubelnde „Hodie Christus natus est“ (Heute ist Christus geboren) von Jan Pieterzoon Sweelink. Immer mehr zog dieser junge und innovative Chor, der ohne Noten und in vielen Solostimmen ein großes musikalisches Können zeigte, die Zuhörer in seinen Bann, die sie letztendlich auch nicht ohne drei Zugaben ziehen ließen. Edwin Bohlmann, Hellweger Musiker und Leiter des HuK, hat mit diesem Chor, den er schon im dritten Jahr nach Hellwege geholt hat, einen Höhepunkt der diesjährigen musikalischen Veranstaltungen im HuK gesetzt.

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