„Noordballaden“ erklingen im Heimat- und Kulturhaus in Hellwege

Folk mit Herz

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Liedermacher Otto Groote (v.l.), Sängerin Linde Nijland und Instrumentalist Bert Ridderbos.

Hellwege - Vier Gitarren, eine vielsaitige Cittern, ein Akkordeon, dazu die Stimmen von Linde Nijland und Otto Groote, das waren die Zutaten eines warmherzigen und harmonischen Liederabends, zu dem Edwin Bohlmann am Samstag ins HuK Hellwege eingeladen hatte: „Noordballaden“.

Die Weite der ostfriesischen und niederländischen Landschaft holten die drei Musiker in den Saal, als Groote und Ridderboos mit dem Blick nach dem Mond und in das Himmelszelt „Bin ik bi di, so wiet de Welt“ die erste Ballade des Abends darboten. Ostfriesisches und niederländisches Platt mischten sich mit Englisch und Hochdeutsch in den leisen und sehnsuchtsvollen Texten der Lieder.

Der Bremer Liedermacher Groote hatte das Groninger Duo Linde und Bert Ridderbos vor drei Jahren beim Folk-Festival in Engerhave kennengelernt. Lindes weicher Sopran und seine volltönende, an Hannes Wader erinnernde Stimme, ergänzten sich so vollkommen, dass sie den unverwechselbaren Folk-Klang ergaben. Ob bei schottischen oder irischen Volksliedern oder einer Ballade über das harte Los der Torfbauern aus dem bremischen Umland, immer holten die drei Musiker eine sehnsuchtsvolle und weiche Stimmung in den voll besetzten Saal des Heimathauses. Unprätentiös, einfach und ohne Effekthascherei kamen die Lieder bei den Zuhörern an, wenn Groote mit den Händen in den Taschen und Linde im einfachen Blümchenkleid bei Bert Ridderbos Gitarren- oder Akkordeonbegleitung von „Blue eyes crying in the rain“ sangen oder sich in ihren Zwischenmoderationen kleine freundschaftliche Spitzen zuwarfen.

Ridderbos‘ Begleitung auf der Cittern, einem mittelalterlichen, sehr voll und weich tönenden Instrument zwischen Laute und Zither, klang besonders eindrucksvoll und emotional bei dem von Linde für ihre verstorbene Mutter komponierten Lied „Ocean Gipsy“ oder auch rhythmisch-fröhlich bei „Dans for de Drömers“. Als Otto Groote auch noch sein auf Bremen gemünztes Lied „Ich wünsch mir, du bist hier“, bei dem die Weser ein Gaze-Kleid mit Kringeln aus Benzin trägt, erklingen ließ, kamen die vielen Zuhörer und Liebhaber von Folkmusik voll auf ihre Kosten.

hs

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