Gemeinde versucht, Regelung durchzusetzen

Taaken: Nicht jeder hält sich an Tempo 30

Nicht jeder hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung wie der Mercedes-Fahrer. Reeßum Bürgermeister Julian Loh (r.) schaut sich mit Ratsmitgliedern und Anwohnern die Situation vor Ort an.
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Nicht jeder hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung wie der Mercedes-Fahrer. Reeßum Bürgermeister Julian Loh (r.) schaut sich mit Ratsmitgliedern und Anwohnern die Situation vor Ort an.

Taaken/Reeßum – Dass die Gemeinde Reeßum das Tempo drückt, ist bekannt. Seit November gilt in Taaken in den Nebenstraßen die Höchstgeschwindigkeit 30 Stundenkilometern. Daran halten sich nicht alle.

Erst vor wenigen Wochen hat der Gemeinderat dasselbe noch einmal für den Ort Reeßum selbst beschlossen. Damals auf Initiative einiger Familienväter aus dem Dorf, die so mehr Sicherheit auf den Straßen erzielen möchten.

In Taaken geht es nun darum, die neuen Regelungen auch durchzusetzen. Denn nicht alle Autofahrer halten sich an diese Geschwindigkeitsbegrenzung. Besonders die Anwohner der Straße Rüssend, die den zu Ottersberg gehörenden, kleinen Ort Benkel mit Taaken verbindet, haben immer wieder Verkehrssünder vor ihrer eigenen Haustür. Keine Einzelfälle, wie es heißt.

„Leider achtet ein Großteil der Fahrer nicht auf das Tempolimit. Gefühlt fahren einige Pappenheimer mit 70 Stundenkilometern hier durch“, berichtet Melchior Mildner, der mit Ehefrau Miriam Kühsel-Mildner und seinen zwei und vier Jahre alten Kindern im mittleren Teil der schmalen Straße wohnt, wo es weder Fuß- noch Fahrradweg gibt. Er weiß, dass es sich dabei auch um Anwohner handelt, die eigentlich ein Interesse an der Verkehrsberuhigung haben sollten.

Doch Mildners Eindruck ist ein subjektiver. Die Gemeinde Reeßum will es nun genau wissen. Um den Autofahrern ihre überhöhte Geschwindigkeit vor Augen zu halten, steht jetzt nur wenige Meter von ihrer Einfahrt entfernt ein Messgerät. „Wir durften uns das Gerät von der Gemeinde Sottrum ausleihen“, erklärt Reeßums Bürgermeister Julian Loh, der sich bei der Nachbargemeinde bedankt, dass sie nicht nur die Technik zur Verfügung stellen, sondern auch das Know-how in Form einer ausführlichen Einweisung und Unterstützung bei der Geräteaufstellung.

Das Gerät speichert die Messungen, die Reeßumer sollten in einigen Wochen Zahlen darüber haben, wie viele Fahrer um wie viele Stundenkilometer zu schnell sind. In Sottrum gelangte das Gerät in der Debatte um das mutmaßlich durch das Rewe-Lager gestiegene Verkehrsaufkommen in der Alten Dorfstraße zu einer gewissen Bekanntheit.

Aber zurück nach Taaken. Zwar gab es dort schon in der Vergangenheit Geschwindigkeitskontrollen in einzelnen Straßen, doch dies erfolgte jeweils über die Verkehrswacht, denen aber inzwischen kein Gerät mehr zur Verfügung steht. „Wir möchten die Autofahrer für die Situation vor Ort sensibilisieren“, sagt Loh, dem es „um ein vernünftiges Miteinander der Verkehrsteilnehmer“ geht.

Richtig sauer auf die Raser ist Katrin Martens, die zusammen mit Dieter Precht den Ortsteil Taaken im Gemeinderat vertritt: „Das ist kein Kavaliersdelikt.“ Sie möchte gar nicht weiterdenken, was wäre, wenn ein Kind vor ein Auto läuft, das zu schnell unterwegs ist. Ihr Ratskollege Dieter Precht würde es gerne sehen, wenn das Gerät die Kennzeichen aller Geschwindigkeitsüberschreitungen direkt an die Polizei übermittelt.

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