Nicht besser, aber genau so

Schulausschuss fordert größeren Anbau des Gymnasiums Sottrum

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Am Sottrumer Gymnasium muss ein Anbau her.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Nicht besser, aber genau so. So kann man die Stellungnahme der Samtgemeinde Sottrum bezüglich des geplanten Anbaus des Gymnasiums in Bezug auf den Neubau der Berufsbildenden Schulen und des Gymnasiums in Bremervörde zusammenfassen. Der Schulausschuss hat sich am Donnerstag damit befasst. Klarer formuliert sind dagegen die Ansprüche an die zukünftige Mensa.

Die Samtgemeinde und der Landkreis als Kostenträger sind sich in einigen Punkten uneins, wie groß die einzelnen Klassenzimmer, die Mensa und die Turnhalle nach dem Anbau sein sollen. Der Landkreis, dessen politischen Gremien Anfang März über das Gymnasium entscheiden, koppelt die Planungen für Sottrum mit den des Neubaus in Bremervörde, um keine unterschiedlichen Standards anzuwenden.

Das akzeptiert auch der Schulausschuss. „Wir wollen keine Rosinenpickerei betreiben“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Harling (SPD). „Über die Planung für Bremervörde kommen aber wir nicht hinaus.“ Das Gremium hofft, dass die Bremervörder Schulen ebenfalls auf höhere Maßstäbe bestehen als bislang vorgesehen. So möchte man in Sottrum, so steht es in der verabschiedeten Stellungnahme, die Klassenzimmer in einer Größe von 65 Quadratmetern haben. Aus Sicht der Landkreisverwaltung sind 45 ausreichend. „Für die Mensa wird eine Größe von mindestens 350 Quadratmeter erforderlich“, heißt es im Beschluss weiter. Das sind 70 mehr als vom Landkreis bislang akzeptiert. Auch soll die Turnhalle erweitert werden. Im Kreishaus lehnt man dieses Ansinnen allerdings komplett ab. Laut Schulleiter Ferdinand Pals bedeute das, dass Unterricht der Sekundarstufe I in den Nachmittag verlegt werden muss.

Rekordjahrgang kündigt sich an

Die Erweiterung des Sottrumer Gymnasiums ist dringend nötig. Es wurde bei seiner Gründung als G8-Schule, geplant. Im Zuge der Umstellung auf G9 kommt bald ein Jahrgang mehr als einmal vorgesehen hinzu. Plus: Wie Pals dem Ausschuss mitteilte, haben sich 107 Schüler für die elfte Klasse ab August angemeldet. „Das wird der bisher größte Jahrgang unserer Geschichte.“ In einem der Sitzung vorangegangenen Raumprogramm der Schule sei man noch von bis zu 85 Schülern ausgegangen. 45 Quadratmetern würden zu eng, so der Schulleiter, der auch Widerstand von Schülern ankündigte, sollte es bei dieser Zahl bleiben.

Auch in Sachen Mensa hofft man auf positive Signale aus Rotenburg und Bremervörde. Der Landkreis sieht für Sottrum eine reine Ausgabemensa vor. Vor Ort möchte man eine Zubereitungsmensa nach Vorbild der Oberschule errichten, um gesünderes Essen anbieten zu können. Dafür braucht man aber auch ausreichend Platz – für beispielsweise eine Küche und Wirtschaftsräume.

Der Sottrumer Beschluss ist tatsächlich nur eine Stellungnahme, die politische Entscheidung – wie für Bremervörde – liegt beim Kreis. „Wir müssen das Gleiche einfordern“, sagte Jan-Christoph Oetjen (FDP). Wie alle wissend, dass es mehr als in der Oste-Stadt ohnehin nicht geben wird. Hans-Jürgen Krahn (CDU): „Wir müssen uns an Bremervörde orientieren und daher eng mit dem Landkreis zusammenarbeiten.

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