Neujahrsempfang der SPD Sottrum / Bremens Bürgermeister Sieling findet als Gastredner deutliche Worte

„Wir dürfen uns nicht ausspielen lassen“

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Die Protagonisten beim Neujahrsempfang (v.l.): Klaus Manal, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rotenburg, Sottrums SPD-Chef Florian Kolb, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling und MdB Lars Klingbeil.

Sottrum - Der Neujahrsempfang der Sottrumer SPD ist Tradition. Und auch am Sonntag trafen sich Gäste aus Vereinen, Wirtschaft, Politik und Institutionen in der „guten Stube“ der Wieste-Gemeinde, wie das Heimathaus gern genannt wird, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und über anstehende Dinge zu diskutieren. Gesprächsstoff lieferten auch die Ausführungen von Gastredner Carsten Sieling. Bremens Bürgermeister sprach im gut gefüllten Saal über das Gemeinsame, was die Hansestadt mit den Umlandgemeinden verbindet, und warb um eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen dem Stadtstaat und seinen umgebenden, niedersächsischen Kommunen. „Mit unserer Uni und unseren Hochschulen sind wir bereits Bildungsstandort für die Umgebung“, so Sieling. „Dieser Wettbewerb zwischen den Bürgermeistern um die Neuansiedlung von Firmen muss aufhören. Wir dürfen uns nicht ausspielen lassen.“ Er regte eine stärkere Kooperation bei den Krankenhäusern und der Gewerbeflächenausweisung an. Und der Gastredner weiter: „Na klar beobachten wir in Bremen die Kommunalwahl in Niedersachsen, die über unsere Ansprechpartner entscheiden wird. Wir brauchen Partner, um gemeinsam etwas zu erreichen.“ Auch das Thema Fracking beobachte man aus der Hansestadt heraus. „Uns als Bremer kann es keinesfalls egal sein, was hier passiert. Schließlich bekommen 24 Prozent der Bremer ihr Wasser aus dieser Region“, schilderte Sieling.

Zuvor begrüßte Sottrums SPD-Chef Florian Kolb die Gäste und erinnerte an die Ereignisse im abgelaufenen Jahr. „Zwischen Yanis Varoufakis, dem geretteten Euro, dem Cyber-Angriff auf den Bundestag, dem VW-Skandal und der schwierigen Situation der Zufluchtsuchenden in Deutschland fanden sich viele Situationen, die unsere Politik und unsere Haltung als Partei und Gesellschaft auf die Probe gestellt haben“, so Kolb. „Durch die Terroranschläge in Paris und durch Brandstiftung auf Flüchtlingsheime haben wir gesehen, dass unser Frieden und unsere Ordnung auf die Probe gestellt wird.“ Die Antworte, wie man damit umgehen müsse, lieferte er gleich mit: „Wir halten unsere Gesellschaft zusammen und leben unsere Werte von Freiheit und Demokratie und lassen uns keinesfalls unsere Überzeugung durch Hass und Gewalt zerbrechen. Damit sehen wir, dass unser Rechtsstaat funktioniert.“

SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil sprach ebenfalls das Thema Flüchtlinge an und warb um eine hohe Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl im September.

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