Lernen im Grünen

Neues Pausengelände für das Sottrumer Gymnasium

 Ferdinand Pals vor dem künftigen „Grünem Klassenzimmer“.
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Ferdinand Pals freut sich darüber, dass sich der Förderverein für das Projekt engagiert – und unter anderem ein „Grünes Klassenzimmer“ plant.

Der Bau eines neuen Gebäudetraktes des Sottrumer Gymnasiums macht eine Neugestaltung des Außengeländes nötig. Dafür legt nun der Förderverein der Schule einen Plan vor - und der Schulausschuss des Landkreises gibt dafür 120000 Euro grünes Licht.

Sottrum – Auch, wenn der neue Anbau am Gymnasium Sottrum bereits steht und schon an der Inneneinrichtung gearbeitet wird: Das Gelände um das Gebäude herum gleicht noch eher einer Kraterlandschaft. Hügel aus Bausand türmen sich auf, vom Gebäude selbst ausgehend fällt das Gelände zum Pausenhof hin ab. „Dazu haben wir jetzt durch das neue Gebäude eine Zweiteilung des Pausenbereichs“, bedauert Schulleiter Ferdinand Pals. Daraus jetzt das Beste zu machen – das ist nun das Anliegen des Fördervereins des Gymnasiums.

„Wir dachten uns nur: Wenn doch sowieso alles aufgerissen ist, dann kann man es auch gleich richtig machen“, betont Inga Hoops, Vorsitzende des Fördervereins. Denn der hat nun nicht nur den Teil des Geländes in den Blick genommen, der von den Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden war, sondern auch die Bereiche, in denen sich aktuell ein Fußballfeld befindet und ein paar Bänke stehen. „Der Pausenhof hatte schöne große Rasenflächen, aber es war eben auch fast nur Rasen – und natürlich die Tischtennisplatten“, sagt Hoops. Nachfragen bei den Schülern ergaben allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen mehr Sitzgelegenheiten wünschen, etwas zum Klettern für die unteren Jahrgänge und weitere Tischtennisplatten. Dann sind da noch aktuell fehlende Wege über das Gelände, und die sind nicht ganz unerheblich.

Wenn doch sowieso alles aufgerissen ist, dann kann man es auch gleich richtig machen.

Inga Hoops

Denn an die Südseite des Areals dockt sich der Bereich jenseits des begrünten Walls an, in dem sich die Schüler im Brandfall sammeln sollen. „Für Schüler im Rollstuhl ist das kaum zu machen, dabei reden wir doch immer über Inklusion“, so Pals.

Die Lösung für dieses Problem kam von einer Landschaftsarchitektin aus den Reihen der Elternschaft, die nun einen entsprechenden Entwurf vorlegte, der dem Areal zugleich mehr Struktur verleihen soll: In diesem zieht sich ein eineinhalb Meter breiter und befestigter Weg über das Gelände hin zum Sammelpunkt. Für den Notfall in der dunklen Jahreszeit ist der Weg zudem alle zehn Meter mit Lichtpunkten ausgestattet. Auch darüber hinaus umfasst der Entwurf die Wünsche der Schüler: mehr Tischtennisplatten und weitere Sitzgelegenheiten, zum Teil unter Sonnensegeln, dazu ist eine Kletterlandschaft geplant. „Jeder soll so dort seine Rückzugsecken finden“, hofft Hoops. Im Bereich hinter der Turnhalle sollen Felder für Fußball, Beach-Handball und Basketball entstehen, dazu eine Blühwiese mit weiteren Sitzgelegenheiten und ein Schuppen für Spielgeräte.

Planungen für ein „Grünes Klassenzimmer“

Darüber hinaus sieht der Plan ein neues „Grünes Klassenzimmer“ mit bienenfreundlicher Bepflanzung, einem Baum mit Holzpodest und mobilen Bänken vor. „Das alles kann so ganz schön werden“, ist sie zuversichtlich. „Wenn zumindest einmal Geld in die Hand genommen wird.“

Ein großer Teil dessen – nämlich 120 000 Euro – könnte vom Landkreis kommen, zumindest gab bereits der Schulausschuss am Dienstagnachmittag auf seiner Sitzung einstimmig grünes Licht für eine anteilige Übernahme der Baukosten. Auch auf die Samtgemeinde Sottrum entfällt ein Anteil. „Der Kostenumfang wird für sachgerecht gehalten“, heißt es seitens des Landkreises im Beschlussvorschlag.

„Die Sache mit der Außengestaltung ist großartig“, freut sich Pals. „Es ist einfach klasse, dass wir einen so tollen Förderverein haben, der so gute Arbeit macht. Und das Gute ist, dass das frühzeitig in der Planung ist, um das mit den anderen Außenarbeiten direkt am neuen Oberstufengebäude in einem Rutsch zu machen.“ Nach wie vor unklar ist allerdings, wann der Betrieb im Neubau losgeht – vor allem im Erdgeschoss mit der Mensa. Zumindest das Obergeschoss soll ab Februar 2022 nutzbar sein, so Pals. „Auf jeden Fall werden wir im Obergeschoss nächstes Jahr Abitur schreiben“, ist er überzeugt.

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