Besserer Brandschutz

Neue Tür und neue Podeste in der Kita „Sonnenblume“

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Die Kita „Sonnenblume“ gibt es seit 2016 am Standort neben der Grundschule in Ahausen.

Ahausen - Von Matthias Röhrs. Die Gemeinde Ahausen muss in den Herbstferien ihre Kindertagesstätte Sonnenblume umbauen. Sonst droht der Entzug der Betriebserlaubnis. Um dies abzuwenden, fordert die Rotenburger Landkreisverwaltung Nachbesserungen in Sachen Brandschutz. Für Ahausens Bürgermeister Claus Kock kommt dies zwar überraschend, er sieht die Lage aber im Griff.

Nach den Herbstferien wird es in der „Sonnenblume“ in vielen Teilen aber anders aussehen als jetzt. Bei einer Begehung hat der Brandschutzbeauftragte des Landkreises festgestellt, dass bei einem Feuer einige Fluchtmöglichkeiten fehlen würden. An den Fenstern der meisten Gruppenräume sollen daher innen wie außen Stufenpodeste angebaut werden. Im Brandfall könnten sich die Kinder dann darüber retten. Es scheint wie ein Kompromiss. „Immerhin müssen wir nicht überall Türen bauen“, sagt Kock.

Im Schlafraum der Krippe reicht das aber nicht aus. Dort fordert der Landkreis eine Fluchttür Richtung Innenhof – in Sachen Brandschutz die größte Maßnahme, die in den Herbstferien umgesetzt werden soll. Die Tür muss eine Breite von mindestens 90 Zentimetern haben. Das erfordert aber umfangreiche Mauer und Tischlerarbeiten, da die bestehenden Fenster lediglich 74 Zentimeter breit sind.

Kosten für die Tür: rund 5000 Euro, Podeste je 500 Euro

Kock hatte gehofft, dass man sich auf diese Breite hätte einigen können, das wäre günstiger gewesen. Auf rund 5000 Euro schätzt er die Kosten für diese Maßnahme allein. Den Preis für die Podeste für insgesamt sechs Räume schätzt er auf jeweils etwa 600 Euro.

Mehr als 30 Jahre lang war das Gebäude im Besitz der Lebenshilfe und wurde damals schon als Kindertagesstätte genutzt. 2015 hatte die Gemeinde Kock zufolge die Immobilie übernommen, 2016 ist die „Sonnenblume“ dort eingezogen. Bisher ist man in der Gemeindeverwaltung davon ausgegangen, dass die alte Betriebserlaubnis nach wie vor gültig sei. Ein Missverständnis, wie sich jetzt herausstellte.

Auch einige Räume werden umgebaut

Insgesamt gibt es zurzeit fünf Gruppen in der Kita „Sonnenblume“: die Krippe, Vormittags- sowie Ganztagsgruppe, die sogenannte Hasengruppe, in der sowohl Kinder aus Hellwege als auch Kinder aus Ahausen betreut werden, und den Hort. Letzterer befindet sich allerdings genau genommen im Gebäude der benachbarten Aue-Grundschule. Dort wurde ein Klassenraum umfunktioniert, die Wand durchgebrochen und dadurch mit der Kita verbunden. Keine Dauerlösung: Im Sommer 2018 müssen nach aktuellem Stand die Wand zugemauert und der Klassenraum wieder der Schule angeschlossen werden.

In der „Sonnenblume“ sind daher einige Umbaumaßnahmen in Planung, die nach der Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen angegangen werden sollen. So soll im Innenhof ein neuer Mitarbeiterraum entstehen, im alten können dann Kinder betreut werden. Einen Beschluss des Gemeinderates dafür steht allerdings noch aus.

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