Grün und Gelb gemeinsam

Neue Gruppe aus FDP und Grüne im Sottrumer Gemeinderat

Andreas Zack (l.) und Sven Plaschke in Sottrum.
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Andreas Zack (l.) und Sven Plaschke sind die Sprecher der neuen Grünen-FDP-Gruppe im Sottrumer Gemeinderat.

Die FDP im Sottrumer Gemeinderat verlor nach der Kommunalwahl ihren Fraktionsstatus. Jetzt schließt sich der einzige Vertreter der Liberalen, Andreas Zack, mit der Grünen-Fraktion um Sven Plaschke zu einer Gruppe zusammen.

Sottrum – Ein Selfie, entstanden bei einem Treffen der FDP- und Grünen-Spitzen in Berlin, hatte wenige Tage nach der Bundestagswahl Ende September für Furore gesorgt. Während mittlerweile das „Projekt Zitrus“ auf Bundesebene in Koalitionsverhandlungen mit der SPD befinden, sind Grüne und FDP auf kommunaler Ebene in Sottrum bereits einen Schritt weiter: Beide Parteien schließen sich für die nächste Legislatur im Gemeinderat zu einer Gruppe zusammen.

„Unser Schritt hat nichts mit der Bundespolitik zu tun, aber es zeigt, dass sich die Art zu Denken unserer Parteien schon ähneln – auch wenn es noch klare Trennlinien gibt“, sagt Andreas Zack (FDP). „Wir sind uns in den Zielvisionen einig“, betont auch Sven Plaschke (Grüne). Auslöser für die Gruppenbildung war der Sitzverlust der FDP nach der Kommunalwahl am 12. September gewesen, künftig ist Andreas Zack alleiniger Vertreter seiner Partei im Gemeinderat, womit die FDP ihren Fraktionsstatus verlor.

Optionen diskutiert

Daraufhin hatten die Liberalen ihre Fühler Richtung CDU und Grüne ausgestreckt. „Beide Optionen haben wir im Ortsverband diskutiert und uns dann für die Bildung einer Gruppe mit den Grünen entschieden“, sagt Zack. Für ihn eine folgerichtige Entscheidung: „Wir hatten schon in den vergangenen Jahren immer wieder einige gemeinsame Themen und dort viele Übereinstimmungen. Da hat die Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen schon gut geklappt.“ Das sieht auch Plaschke so: „Thematisch passt da sehr viel“, ist er überzeugt.

Die Gemeinsamkeiten sehen beide vor allem in den Bereichen Familienpolitik und Kinderbetreuung sowie beim Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“. „2018 ist bei der Kinderbetreuung einiges umstrukturiert worden, jetzt sehen wir die Auswirkungen und dass ein oder andere noch einmal geprüft werden müsste“, so Zack. Und Plaschke ergänzt: „Wie zum Beispiel die Staffelung der Gebühren, das wollen wir noch einmal angehen.“

Einigkeit bei „Sottrum 2030“

Aber auch zum Thema „Sottrum 2030“ setzen beide Parteien auf dieselben Richtlinien, darunter der Klimaschutz, aber auch die Entwicklung des Wiesteortes: „Uns ist klar, dass wir ländlich bleiben und kein Pendlerdorf für Bremen sein wollen, aber gleichzeitig modern – mit Blick auf den Digitalausbau“, sagt Zack. „Und geht es darüber hinaus gemeinsam um eine gute ÖPNV-Anbindung Sottrums sowie bezahlbaren Wohnraum im Ort, beispielsweise für Auszubildende oder Studenten“, betont Plaschke.

Ob sich die Zusammenarbeit vom Gemeinderat auch auf den Samtgemeinderat übertragen wird, ist allerdings noch unklar: „Da wollen ja bereits FDP und WFB zusammenarbeiten, aber wir sind da auch noch in engeren Gesprächen“, so Plaschke. Für den Gemeinderat führt die fünf Ratsmitglieder umfassende Grünen-FDP-Gruppe derzeit noch Gespräche mit SPD als auch der CDU, um die meisten thematischen Übereinstimmungen auszuloten. Dort steht die konstituierende Sitzung für den 15. November an. „Das wird spannend mit dem Blick auf das Fundament, das dort für die nächsten fünf Jahre gelegt wird“, sagt Zack. Fest steht bereits, dass Plaschke als Gruppensprecher fungiert, Zack als sein Stellvertreter.

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