Trotz Zustimmung

„Nette Toilette“ muss warten

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So sieht er aus, der Aufkleber, der auf eine „nette Toilette“ hinweist. Geht es nach dem Seniorenbeirat der Samtgemeinde, soll er bald auch an Sottrumer Geschäften kleben.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Abwarten heißt es für den Seniorenbeirat der Samtgemeinde bei der Aktion „nette Toilette“. Der Sozialausschuss der Samtgemeinde hat zwar am Donnerstag in einer knappen Abstimmung dafür votiert, die einmaligen Kosten in Höhe von rund 1 000 Euro in den Haushalt einzustellen, so ein richtiges „Ja“ zum Projekt des Senioren-Gremiums war es aber nicht.

Denn obwohl die große Mehrheit der Ausschussmitglieder den Sinn und Zweck der „netten Toilette“ befürwortete, haben sie sich eine Hintertür offen gehalten. Mit der Aktion „nette Toilette“ – an der sich bundesweit Städte und Gemeinden beteiligen – will der Seniorenbeirat öffentlich zugängliche WCs mit einem Aufkleber besser sichtbar machen. Die bislang einzigen öffentlichen Toiletten in Sottrum gegenüber der St.-Georg-Kirche sind in der Regel verschlossen. 

Bei der „netten Toilette“ stellen Geschäfte und Gastronomiebetriebe ihre sanitären Anlagen auch Nicht-Kunden zur Verfügung, die Samtgemeinde soll im Gegenzug einen kleinen Obolus für die Reinigung und die 1 000 Euro für die Vermarktung übernehmen. Befürworter des Projekts sagen ihm einen touristischen Nutzen nach. Durch die Aufkleber und einer Handy-App seien zudem die zugänglichen Toiletten gerade für Senioren einfach zu finden.

Die Vermarktungskosten sind nun pro forma im Haushalt verankert. Bis sie endgültig freigegeben abgerufen werden, soll die Samtgemeinde aber prüfen, wie hoch die laufenden Kosten – der Obolus – sind. Jedoch bestehen Zweifel an der Zuständigkeit der Samtgemeinde, denn die bislang zwölf Unternehmen, die sich eine Teilnahme vorstellen können, kommen ausnahmslos aus Sottrum. In der Fläche fehlen die möglichen Partner komplett.

Auch sprachen einige Ausschussmitglieder an, dass man auch ohne den Aufkleber „nette Toilette“ die WCs von Geschäften nutzen dürfe – „wenn man nett fragt“.

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