Nachwuchs der Kreismusikschule Rotenburg zeigt in der Sottrumer Oberschule sein Talent

E-Gitarre ist beliebtestes Instrument

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Dietrich Wetenkamp (v.l.), Marcel Fischbach, Jannick Sammann, Jonas Bösen und Pia Schneider spielen „Schrei nach Liebe“.

Sottrum - Von Heidi Stahl. Passend zur herbstlichen Erntezeit zeigten die Sottrumer Musikschüler der Kreismusikschule Rotenburg, was sie in diesem Jahr gelernt haben und führten ihren Eltern und Freunden die musikalische Ernte ihrer vielen Übungsstunden der vergangenen Monate vor.

In den neugebauten Musikräumen der Schule an der Wieste, wie auch an anderen allgemeinbildenden Schulen des Landkreises, geben die Musiklehrer Carsten Neubauer, Dietrich Wetenkamp, Manfred Otten unter anderem einmal wöchentlich dezentralen Musikunterricht der Kreismusikschule. Ein Angebot an interessierte Schüler, die dadurch vor Ort ihre Fähigkeiten weiter ausbilden können.

An diesem Nachmittag bewiesen ganz junge Musiker wie Arved Engel, Lukas Bahrenburg, Lena Schäfer und Markus Schäfer, alle zwischen sieben und neun Jahren alt, was sie unter Anleitung von Carsten Neubauer schon nach kurzer Zeit mit ihren Gitarren als Quartett zaubern können. Die „Magic Melody“ und ein temperamentvoller Tango erklangen vor den stolzen Eltern.

Danach wechselten sich die Schwestern Diana und Laura Dawidow an ihren Gitarren ab und brachten einen niederländischen Tanz, eine orientalische „Fata Morgana“ oder auch ein ziemlich bodenständiges deutsches Volkslied wie „Bald gras’ ich am Neckar, bald gras’ ich am Rhein“ zu Gehör.

Die Gitarre, auch die E-Gitarre, ist das beliebteste Instrument der jungen Nachwuchstalente. Aber auch Klavier und Schlagzeug sowie Holz- und Blechblasinstrumente stehen den Schülern bei den Proben zur Verfügung. Jeder kann dort mit zusätzlichem Musikunterricht gefördert werden.

Auch die schon weiter fortgeschrittenen Schüler – beispielsweise Jennifer Rothfischer die ihren Lehrer Dietrich Wetenkamp bei „Breakfast at Tiffany’s“ von Deep Blue Something an der Gitarre begleitete – zeigten eindrucksvoll, wie weit zielgerichtetes Üben die Virtuosität an einem Instrument steigern kann.

Den Abschluss des Konzertes bildete das E-Gitarren Quartett aus Pia Schneider, Marcel Fischbach, Jannick Sammann und Jonas Bösen, die sich den „Ärzte“-Song „Schrei nach Liebe“ ausgesucht hatten, den Dietrich Wetenkamp stimmlich interpretierte und Carsten Neubauer am Schlagzeug unterstützte. Ein Song, der inhaltlich nah an die Wirklichkeit der jungen Musiker anknüpft und sich mit dem Thema Rechtsextremismus und damit in ihren Augen auch mit der gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik auseinandersetzt. Diese Darbietung verlangte ihnen eine eindeutige Stellungnahme ab. Dabei transportiert Musik mehr als nur Töne und trägt viel zur Sozialisation dieser jungen Menschen bei.

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