Der Verursacher ist noch nicht vollständig aufgeklärt

Nach Riss bei Ahausen: Untersuchung dauert an

Gerissenes Damwild.
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Welches Raubtier das Damwild Anfang April in Ahausen gerissen hat, ist weiter unklar.

Ahausen – Der „Täter“ bleibt weiterhin noch nicht vollständig aufgeklärt. Am 8. April lag ein totes Stück Damwild auf dem Sportplatz in Ahausen. Wolfsberater Jürgen Cassier hat Proben für genetische Untersuchungen genommen, ob der Wolf Verursacher war. Das Material ist bei der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) in Hannover angekommen, doch auf ein Ergebnis wird das Dorf warten müssen.

Der Naturschutzverband ist zuständig für das Monitoring des Raubtieres. „Wir rechnen allerdings mit einer längeren Untersuchungsdauer. Der Grund hierfür ist, dass mit Abschluss des Monitoringjahrs 2020/2021 am 30. April alle Bundesländer ihre gesammelten Proben der vergangenen zwölf Monate in das Genetiklabor verschicken, sodass sich unsere Proben in einen Haufen von mehreren Tausend Proben einreihen müssen“, teilt Raoul Reding, Wolfsbeauftragter bei der Landesjägerschaft, mit.

Beauftragen, verwalten und verschicken der Proben ist laut Reding mit einem hohen Aufwand verbunden. „Daher ist es günstiger, die Proben als Sammelpakete zu verschicken.“ Alle genetischen Proben werden im Senckenberg-Institut für Naturforschung beziehungsweise im Labor für Wildtiergenetik (Gelnhausen) untersucht. Die Gesellschaft ist ein vom Bundesamt für Naturschutz ausgewähltes und empfohlenes nationales Referenzzentrum. Dort werden seit 2010 alle bundesweit eingesammelten „Wolfsproben“ wissenschaftlich untersucht.

Ein „Horten“ der Proben wird laut Reding von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt. „In vielen Ländern werden die Monitoringproben nur einmal im Jahr an das Genetiklabor verschickt.“ Grund hierfür ist laut dem Wolfsbeauftragten, „dass viele von einer finanziellen Deckelung betroffen sind und nach einem ganzen Jahr Sammeln sicherstellen wollen, dass nur die besten Proben mit höchster Erfolgswahrscheinlichkeit untersucht werden“.

Reding: „In Niedersachsen haben wir noch das Glück, dass das Land sehr großzügig ist und wir keine solche strikte Selektion durchführen müssen. Daher erlauben wir es uns, fünf bis sieben Probenpakete über das Jahr verteilt zu verschicken, diese werden dann auch meistens schneller untersucht, aber bei der April-Sendung ist die Untersuchungsdauer immer länger.“ Eine Ausnahme bilden Proben von Nutztierrissen. Die werden laut Wolfsberater Reding immer sofort eingeschickt und untersucht. Hier liegt die Zuständigkeit allerdings beim Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

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