Musikprofessorin organisiert mit ihren Schülern ein erfolgreiches Konzert zur „Teatime“

Kerzen und Arien in Usselmanns Diele

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Marlen Maul und Dustin Drosdziok überzeugen beim Papageno-Duett aus Mozarts „Zauberflöte“

Ahausen - Auf dem Kulturhof bot die Hausherrin und Ahauser Musikprofessorin Natalie Usselmann in der gemütlichen Diele ihres Hauses zur Teezeit eine harmonische Ergänzung zum kreativen Kunsthandwerkermarkt in der Scheune nebenan.

Mit ihren Schülern Marlen Maul, Ulrike Streit, Henriette Kirchhoff und Dustin Drosdziok, der neben seinem Gesangsstudium in Hamburg bereits eigene Engagements vorweisen kann, bereicherte Usselmann das kulturelle Angebot des Ahauser Herbstes mit einem klassischen Konzert. Gemäß dem Motto der „Teatime“ begann der Nachmittag mit englischen Liedern von Komponisten des Barock wie Henry Purcell oder Georg Friedrich Händel.

Aber auch das neckische Liebesduett „Were you not to Ko-Ko plighted“ aus Gilbert und Sullivans Oper Mikado aus dem 19. Jahrhundert durfte nicht fehlen. Marlen Maul und Dustin Drosdziok interpretierten dieses scherzhafte Liebesgeplänkel mit angedeuteten und wirklichen Küssen zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums.

Ganz ernste Töne schlug Drosdziok mit seiner großartigen Tenorstimme dann in Franz Schuberts „Nachtstück“ über den leisen Tod des alten Mannes an. Der ehemalige Direktor der Kreismusikschule Rotenburg, Peter Paulitsch, der wie immer virtuos die Sänger auf dem Flügel begleitete, ergänzte mit Schilderungen von den gemeinsamen Proben mit Drosdziok, den Vortrag des Sängers.

In der mit vielen Kerzen beleuchteten Bauerndiele, die mit einem Sammelsurium aus gemütlichen Sesseln und Sofas ausgestattet ist, bekamen die Zuhörer eine große Bandbreite von Liedern und Arien verschiedener Epochen und unterschiedlichsten emotionalem Gehalt geboten. Natalie Usselmanns Temperament brach sich immer wieder Bahn, wie beispielsweise in Rossinis Katzenduett, das sie gemeinsam mit Henriette Kirchhoff mit herzzerreißenden „Miau“-Tönen und mimischer Darstellung großartig darbot.

Die vielen Zuhörer, die es an diesem Nachmittag in Ahausen in die Diele des Kulturhofes gelockt hatte, belohnten dieses Konzert mit langanhaltendem Beifall. Dass es außerdem noch einem guten Zweck diente, – die gespendeten Einnahmen kommen der Flüchtlingshilfe in Ahausen für benötigte Unterrichtsmaterialien der Deutschkurse zugute – machte dieses musikalische Erlebnis auch in einem weiteren Sinn zu einem erfolgreichen Event.

hs

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