In einem Hellweger Friseursalon gibt es regelmäßig Konzerte

Musik zwischen Scheren und Lockenwicklern

Jeden ersten und dritten Montag im Monat spielt die „Cut and Music Band“ für die Gäste in Hellwege. - Foto: Holsten-Körner

Hellwege - Von Antje Holsten-Körner. Live-Musik für Genießer – das bietet die „Cut and Music Band“, die in der sonst unüblichen Atmosphäre des Friseursalons von Sylke Bahrenburg auf dem Bohlenshof in Hellwege jeden ersten und dritten Montag im Monat viele Besucher begeistert. Unterschiedliche Musiker spielen Rock, Pop, Country, Balladen und Jazz.

„Wir haben überlegt, dass wir auch im Alter die Titel spielen möchten, zu denen wir Lust haben“, erzählt Hans-Hinrich Willenbrock – allgemein als Hinni bekannt – von den Anfängen. Als Location bot sich dafür ein zweiter Friseursalon an. Mehr als 2 000 Arbeitsstunden investierte der heute 54-Jährige in den Umbau des ehemaligen Schweinestalls. „Wir haben so gut wie alles selbst gemacht“, sagt er nicht ohne Stolz. Mit diesem Gebäude, wo jetzt Friseursalon und Musik unter einem Dach vereint sind, erfüllte er sich – zusammen mit Sylke Bahrenburg – einen Traum. Der Clou: Mitein wenig Aufwand kann der rund 180 Quadratmeter große Raum, wo acht Frisierplätze zur Verfügung stehen, für Seminare und Veranstaltungen umgebaut werden. Die Waschtische verwandeln sich dann in Stehtische.

Inzwischen ist die Stammbesetzung deutlich angewachsen. Neben „Hinni“ Willenbrock (E- und A-Gitarre, Gesang) und Gerd Singer (Orgel, Keyboards, Gesang) gehören heute Uwe Dreyer (Keyboards, Piano), Arnold Stechmann (Bassgitarre, Gesang), Rebekka Holsten (Gesang, Percussion), Cord Holsten (Percussion, Mundharmonika), Rolf Denker (Schlagzeug), Henning Prüser (Schlagzeug), Björn Seel (Trompete), Heinz Höltje (Saxofon), Georg Mavros (Gesang), Paul Stefanovic (Gitarre), Jürgen Göx (Gesang), Thomas Sackmann (Gitarre) sowie Michael Just (Bass, Gesang) zur Gruppe. Ergänzt wird die „Cut and Music Band“ oft durch Gastmusiker.

 Eintritt in Höhe von einem Euro nicht der Rede wert

Allen ist der Spaß deutlich anzumerken. „Es ist wie eine öffentliche Probe, bei der gerne Gäste dabei sein dürfen“, verdeutlicht Willenbrock. Der Eintritt in Höhe von einem Euro sei nicht der Rede wert. Ihn freue, dass die Bühne auch für Leute ist, die sonst keine Bühne finden.

Während in der Anfangszeit das Event noch als Geheimtipp gehandelt wurde, hat es sich inzwischen weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. So kommen regelmäßig sogar Gäste aus Bremen und Hamburg nach Hellwege. „Es ist ein tolles Publikum“, freut sich der Vollblutmusiker, der hauptberuflich als Landwirt unterwegs ist. Mindestens genauso froh ist er über die Bandmitglieder: „Es sind grandiose Leute, sie tragen die gute Laune in die Veranstaltung.“

In manchen Monaten dürfen sich die Musikfreunde sogar über eine dritte Veranstaltung in Hellwege freuen: Wenn es einen fünften Montag im Monat gibt, wird zu einem Themenabend eingeladen. Der nächste Abend mit der „Cut and Music Band“ findet am Montag, 16. Oktober, statt. Am 30. Oktober steht dann das Oktoberfest im Mittelpunkt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Übrigens: Wer schon einen Abend im sogenannten Beautypark auf dem Bohlenshof erleben durfte, weiß, dass zum Ausklang wieder „Johnny Walker“ mit „Hinni“ Willenbrock zu hören sein wird.

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